Lehre am Alsergrund
Pharmazie als Kindheitstraum

Marija Kajgo ließ das Studium hinter sich und lernt das pharmazeutische Handwerk praxisorientiert.
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  • Marija Kajgo ließ das Studium hinter sich und lernt das pharmazeutische Handwerk praxisorientiert.
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Das Pharmazie-Studium war Marija Kajgo zu theoretisch. Jetzt widmet sie sich der praktischen Seite des Fachs.

ALSERGRUND. Manche Lehrberufe sind Klassiker: Schuster, Tischler und Mechaniker kennt man. Der Pharmazeutisch-kaufmännische Assistent (kurz PAG) gehört wohl zu den exotischeren Berufen. Genau diesen hat Marija Kajgo erst vor Kurzem ergriffen. "Seit vier Wochen bin ich dabei, ich kann aber jetzt schon behaupten, dass das mein absoluter Traumjob ist", sagt der Lehrling.
Nach der Matura schien ihr Weg klar: Im Anschluss an ein Pharmazie-Studium wollte Kajgo in einer Apotheke arbeiten. Dass das nicht das Richtige ist, merkte sie jedoch relativ schnell. "Es war viel Theorie und ich wollte eigentlich eher in die Herstellung." Jetzt ist sie in der Vindobona-Apotheke am Bauernfeldplatz angekommen, wo sie endlich verschiedene Salben, Tees und vieles mehr zusammenmischt.

Schon als Kind experimentiert

Dass sie einmal in einer Apotheke landen wird, war ihr schon als Kind klar. "Ich habe sehr viele Salben meiner Mutter zusammengemischt und damit gespielt", lacht Kajgo. Mittlerweile mischt sie nicht nach Lust und Laune, sondern genau nach Rezept. Bis auf das letzte Gramm muss alles perfekt nach Anleitung erfolgen. "Es ist ein Job, in dem man sehr genau sein muss", erklärt sie, "aber das liegt mir."

Auch im restlichen Lehrlingsalltag dreht sich alles um Ordnung. Bestellungen müssen geschlichtet werden, jede Arznei hat ihren Platz. "Dabei lerne ich auch gleich, wie die ganzen Medikamente heißen und vor allem wo ich sie schnell finde", sagt Kajgo. Im weiteren Verlauf ihrer Lehre muss sie auch Kunden an der Kassa, im Fachjargon Tara genannt, beraten können. Dabei gilt es auch, die Wünsche der Kunden zu erfüllen. "Wenn ein Mittel bei jemandem keine Wirkung zeigt, muss ich eine Alternative bereit haben", sagt der Lehrling. Die Hauptsache sei, dass es dem Kunden besser gehe. "Das ist ein ganz wichtiger Aspekt für mich. Ich möchte Menschen helfen und dafür sorgen, dass es ihnen wieder gut geht", betont Kajgo.

Die Theorie dafür lernt sie in der Berufsschule. "Ich muss wissen, was die einzelnen Stoffe bewirken, und die Medikamente kennen, aber es ist wesentlich angenehmer als im Studium", so Kajgo. Einen kleinen Vorsprung hat sie aber noch von der Universität mitgenommen, denn "zurzeit fällt mir alles noch sehr leicht, aber ich glaube, das wird sich noch ändern", lacht die angehende Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin.

Für alle, die den gleich Weg einschlagen wollen, hat sie einen Tipp parat: "Man sollte sich unbedingt vorab ein paar Bücher organisieren. Dann merkt man auch relativ schnell, ob man das wirklich will."

Marija Kajgo ließ das Studium hinter sich und lernt das pharmazeutische Handwerk praxisorientiert.
Autor:

Maximilian Spitzauer aus Hietzing

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