Öffnung der Geschäfte
Schwere Zeiten für die Kaufleute des Servitenviertels

Werner Dreier sieht die positiven Seiten der Krise: Der Markt im Servitenviertel erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Werner Dreier sieht die positiven Seiten der Krise: Der Markt im Servitenviertel erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Foto: WHK
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Es darf wieder eingekauft werden. Bringt das endlich Erleichterung für die Alsergrunder Kaufleute?

ALSERGRUND. In den Einkaufsstraßen Wiens kehrt langsam, aber sicher wieder Leben ein. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 400 Quadratmetern durften ihre Pforten endlich wieder öffnen und eine Art Neustart nach der Krise machen. Auch das Alsergrunder Servitenviertel fährt wieder hoch. Die bz hat sich mit Werner Dreier, dem Vorstand des Einkaufsstraßenvereins, über die vergangenen Wochen und die aktuelle Lage unterhalten.

"Ich war auch während der Krise oft hier, als Optiker zähle ich zu den Gesundheitsberufen, musste also nicht schließen. Die Ruhe war schon gespenstisch", berichtet Dreier. Jetzt merke man jedoch eine deutliche Frequenzsteigerung im "kleinen Frankreich". Von einer wirklichen Erleichterung könne aber noch länger keine Rede sein. "Bis sich die Lage normalisiert, müssen wir sicher bis Ende des Jahres warten", schätzt Dreier die Situation ein. Außerdem seien viele Mitglieder des Vereins Gastronomen, die wohl noch länger auf die Öffnung warten müssten.

Das sei auch mit härteren Schicksalsschlägen verbunden. "Ein Italiener hat bei uns im Grätzel gerade einmal drei Wochen vor der Krise aufgesperrt", berichtet Dreier. Ähnlich geht es auch dem Sigmund-Freud-Museum. Dort wurde kräftig investiert, die geplante Öffnung bleibt allerdings aufgrund der Maßnahmen aus. "Das Museum war ein großer Frequenzbringer für unser Viertel", erklärt Dreier. Aber allen Mitgliedern werde geholfen, wo es gehe. "Wir stehen außerdem in ständigem Austausch mit der Wirtschaftskammer", so Dreier.

Markt als Nahversorger

Es gibt aber auch positive Entwicklungen seit der Krise: Der Markt, der vergangenes Jahr ins Leben gerufen wurde und seitdem jeden Donnerstag vor der Pfarre Rossau stattfindet, erfreut sich einer Rekord-Beliebtheit. "Es war für den Markt ein Glück, weil viele Leute zu Hause sind und dieses großartige Angebot nun kennen und schätzen gelernt haben", zeigt sich Dreier erfreut. Damit sei auch den Lieferanten geholfen, denn sie könnten sich darauf verlassen, dass sie auf dem Markt vor der Pfarre Rossau zumindest einmal in der Woche ihre Waren verkaufen könnten.

Lokal einkaufen kann man aber auch im Internet. Viele Mitglieder des Vereins hatten ihre Shops bereits eingerichtet, andere sind erst während der Krise auf den Online-Verkauf umgestiegen. Jetzt sollen alle Shops unter einem gemeinsamen Auftritt vereint werden. "Der Verein will einen Servitenviertel-Online-Shop installieren. Verhandlungen mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds laufen diesbezüglich schon", berichtet Dreier.

Auch für die Gastronomen ist etwas Neues geplant. So sollen Firmen und Privatpersonen künftig das "Servitenviertel-Menü" bestellen können, das immer von einem anderen Betrieb im Viertel zubereitet wird. Mehr Infos gibt es unter: www.servitenviertel.at

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