St. Anna: 180 Jahre im Einsatz für Kinder

Chef der Einrichtung: Prof. Wolfgang Holter ist seit 2012 ärztlicher Leiter des St. Anna Kinderspitals.
  • Chef der Einrichtung: Prof. Wolfgang Holter ist seit 2012 ärztlicher Leiter des St. Anna Kinderspitals.
  • hochgeladen von Ulrike Kozeschnik-Schlick

ALSERGRUND. 180 Jahre St. Anna Kinderspital ist die Geschichte des Kampfes gegen die Kindersterblichkeit, der Etablierung einer modernen wissenschaftlichen Forschung, einer rasanten medizinischen Entwicklung und des Siegeszugs der Kinderheilkunde als eigene Disziplin. 1970 wurde begonnen, sich mit der Behandlung von Krebserkrankungen im Kindesalter zu beschäftigen – in zwei kleinen, völlig unzureichenden Räumen.

Das war der Beginn einer großartigen Erfolgsgeschichte. Im Juni 1988 erfolgte der offizielle Start der Arbeiten der St. Anna Kinderkrebsforschung im Dachgeschoß des St. Anna Kinderspitals. Im Jahr darauf wurde in das neue Gebäude am Zimmermannplatz 10, das durch eine Glasbrücke mit dem Spital verbunden ist, übersiedelt.

Große Heilungschancen

"Vier von fünf krebskranken Kindern können heute geheilt werden. Uns stehen viel mehr diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung als zu Beginn der Kinderkrebsforschung, um die Mechanismen und Ursachen besser zu verstehen", erklärt Prof. Wolfgang Holter. "Wir verfügen über eine große Menge an Daten, sind mit unseren acht Außenstellen in Österreich und auch international vernetzt, tauschen uns aus. Das ergibt eine Fülle an Daten und Erfahrungen, die in unsere Arbeit einfließen." In vielen Bereichen laufen hier im St. Anna weltweit die Fäden zusammen.

Natürlich gehe das in jenem Haus, das schon 1848 bezogen wurde, nur mit einem ständigen Aus- und Umbau. "Das St. Anna wird permanent modernisiert. 1970 der Pflegetrakt, 1986 der Ambulanzbereich, 1995 wurde die Intensivstation eröffnet, 1997 die onkologische Tagesklinik und erst im Vorjahr eine neue Radiologie", zählt Holter auf. Doch nicht die technischen und räumlichen Gegebenheiten alleine seien für die großen Heilungserfolge verantwortlich, sondern auch die Einrichtungen, die Kindern und Eltern das Leben im Spital und zu Hause erleichtern.

"Ab den 1970ern wurde das Spital für Eltern geöffnet. Vor drei Jahren haben wir das letzte Mehrbettzimmer geschlossen, damit Kinder und Eltern gemeinsam gut untergebracht werden." Eine Pioniertat der 1970er ist auch der EOP, der externe onkologische Pflegedienst. Dieser besucht die Kinder zu Hause, macht Kontrollen, nimmt Blut ab und setzt Pflegemaßnahmen. "Dafür erhält das Spital keine öffentliche Unterstützung. Der EOP wird alleine aus Spenden der Elterninitiative erhalten", so Holter.

Übrigens: Das St. Anna Kinderspital ist auch ein ganz "normales" Spital mit einer großen Notfallambulanz, die rund um die Uhr besetzt ist, und vier internen Stationen mit 70 Betten. Die Mitarbeiter – heute sind es 450 aus allen Bereichen – sind hochmotiviert und engagiert für das Haus tätig. "Sie sorgen für jenen positiven Spirit, der hier zu spüren ist", meint Holter zufrieden.

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