Wöchentlich neue Asphaltierungen am Alsergrund
Trotz Klimanotstand – Bezirk setzt auf heißen Asphalt

Am 26. Juni 2019 hat der Klimabündnisbezirk Alsergrund den Klimanotstand ausgerufen. Zur Bekämpfung der Hitze wurden zahlreiche Maßnahmen wie Baumpflanzungen oder die Begrünung von Hauswänden beschlossen. 

Bei den naheliegenden Maßnahmen besteht jedoch akuter Handlungsbedarf: obwohl die Stadt Wien bereits 2015 in ihrem Hitzeinsel-Strategieplan die Verwendung von hellen Bodenmaterialien empfiehlt, werden seit Wochen im dicht besiedelten Bezirksteil Lichtenthal die Gehsteige nach der Verlegung von Glasfaserkabeln mit Asphalt verschlossen.

Keine Rücksicht auf Pensionisten

Selbst um die neu errichtete Zentrale des Wiener Pensionistenverbands (Foto) in der Alserbachstraße wurde Gußasphalt verwendet. Mangels schattenspendender Bäume liegt der Gehsteig in der prallen Sonne. Zusätzlich heizen im Sockel verwendete Metallplatten die Umgebung auf. 

Anrainer haben die Temperaturen unter die Lupe genommen: der Gußasphalt am Gehsteig heizt sich hier bis auf 51°C auf, während der helle Granit der Gehsteigkante mit 45°C deutlich weniger Hitze abstrahlt.

Einsatz neuer Baumaterialien gefordert

Wie das Journal Architektur/Wettbewerbe in einem 2016 erschienenen Beitrag aufzeigt, unterscheidet sich die Oberflächentemperatur von unterschiedlichen Materialien um bis zu 10°C. Neue Werkstoffe, denen z.B. Weißpigmente zugemischt werden, erzielen hierbei die besten Ergebnisse. Ein ähnliches Material dürfte beispielsweise am auffallend hellen Maria-Trapp-Platz in der Seestadt verwendet worden sein. Aber auch der klassische helle Beton ist sehr gut geeignet, wie das Fachmagazin resümiert:

Die Ergebnisse sprechen eindeutig für Beton: Die hellen Oberflächeneigenschaften des Baustoffs liefern einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion der Oberflächentemperaturen und somit zu einer verringerten Ausprägung urbaner Wärmeinseln.

Einen Nachteil hat Beton: er ist teurer als Asphalt.

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