Bezirksvertretungswahl am Alsergrund
Braucht es mehr Regeln für Airbnb?

Die Wohnungen, die exklusiv für Kurzzeitvermietung zur Verfügung stehen, gehen dem regulären Markt verloren und erhöhen den Preisdruck.
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  • Die Wohnungen, die exklusiv für Kurzzeitvermietung zur Verfügung stehen, gehen dem regulären Markt verloren und erhöhen den Preisdruck.
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Die Alsergrunder Bezirkspolitikerinnen und -politiker geben Auskunft darüber, wie sie zu den Ferienwohnungen am Alsergrund stehen.

ALSERGRUND. Der Alsergrund ist schön und zentral gelegen - das finden auch Touristinnen und Touristen. Auch wenn es wegen der Corona-Pandemie in den Hintergrund gerückt ist: Kurzzeitvermietungen waren am Alsergrund bisher ein stark diskutiertes Them. Einige Mieter und Eigentümer beschweren sich über die Kurzzeitvermietung der Nachbarwohnungen und ganzer Häuser über Online-Plattformen. Was meint die Bezirkspolitik? Würde sich die Mandatare für ein Verbot einsetzen, eventuell mit der Stadt oder dem Bund eine Lösung anstreben? Nehmen Airbnb und Co. schon die Überhand?

Saya Ahmad (SPÖ)
„Am Alsergrund verlieren wir 600 Wohnungen durch Kurzzeitvermietung. Gleichzeitig steigen die Mieten und der Druck am Wohnungsmarkt. Ich denke, die Grundidee von Airbnb ist berechtigt: Wenn ich mich nicht in meiner Wohnung aufhalte und sie vermieten will, sollte das in Ordnung sein. Wenn es aber um große Gewinne geht, braucht es klare Regeln und Gesetze.“

Monika Kreutz (Grüne)
„Wien hat neue Regeln. Das ist die richtige Richtung. Wir müssen dafür sorgen, dass die Share Economy eine Fair Economy ist. Kurz einmal privat zu vermieten, ist weiterhin okay, aber die Airbnb-Industrie nimmt zu viel günstigen Wohnraum weg. Und davon brauchen wir mehr, nicht weniger. Daher die private Ferienwohnungsvermietung auf einige Tage pro Jahr beschränken.“

Elisabeth Fuchs (ÖVP)
„Gegen die Idee, seine Wohnung unterzuvermieten, spricht nichts. Ein generelles Verbot ist abzulehnen. Dabei muss man sich natürlich auch an Regeln wie die Hausordnung und die Ruhezeiten halten. Bei mehreren Eigentümern in einem Haus ist ja für eine gewerbliche Nutzung eigentlich auch eine Zustimmung aller notwendig. Dann gilt es auch, die Gewerbeordnung einzuhalten.“

Gregor Amhof (FPÖ)
„Die FPÖ hat sich immer schon gegen die kurzfristige gewerbliche Vermietung von Mietwohnungen ausgesprochen, da sie das Mietrecht und den Mieterschutz aushebelt, den Wohnungsmarkt wesentlich einschränkt und das Hotelgewerbe in unfairer Weise konkurrenziert. Ein Verbot in allen im Flächenwidmungsplan ausgewiesenen Wohnzonen sollte erwogen werden.“

Rudolf Mayrhofer-Grünbühel (Neos)
„Verbote sollen immer nur die allerletzte Konsequenz sein, vor allem, nachdem viele Eigentümer bereits investiert haben. Wesentlich bei der Airbnb-Thematik ist, dass eine Durchmischung in den Grätzeln gewährleistet bleiben muss. Es darf nicht sein, dass ganze Häuserzeilen nicht dauerhaft bewohnt werden. Immerhin macht die Dosis das Gift.“

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