Zum 120. Geburtstag. Rudolf Ullik - Künstler, Arzt und Philosoph.

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Rudolf Ullik, der bedeutende Wiener Maler und Arzt (ehemaliger Vorstand der Universitätsklinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie am Allgemeinen Krankenhaus Wien), geriet in der letzten Zeit leider etwas in Vergessenheit, doch in letzter Zeit kommen wieder sehr schöne Werke auf den Markt.

Ullik, geboren im November 1900 in Wien, verstarb 1996. Nach dem Studium unter Günther Baszel an der Wiener Akademie für Angewandte Kunst besuchte er zehn Jahre lang die Sommerakademie von Oskar Kokoschka in Salzburg mit großem Erfolg und es entwickelte sich mit Kokoschka eine langjährige Freundschaft. Ullik war Ehrenmitglied der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs und erhielt zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem das Österreichische Ehrenkreuz I. Klasse für Wissenschaft und Kunst und den Goldenen Lorbeer des Wiener Künstlerhauses). Ausstellungen erfolgten in Wien periodisch im Wiener Künstlerhaus, in der Secession, sowie bei Kollektiv-Präsentationen in ganz Europa. 2005 erschien das Kunstbuch „Rudolf Ullik. Künstler. Arzt und Philosoph“ bei City-Antik Oliver Hunter. Ullik malte mit Vorliebe Landschaften, Porträts, Akte, expressionistische Metaphern. Im Ausland war Rudolf Ullik in Florenz, Buenos Aires, New York und Toulouse präsent.

Sein Stil ist stark geprägt von den Einflüssen des Lehrers Kokoschka, von Soutine, kurz von der expressionistischen Gegenständlichkeit des 20. Jahrhunderts. Er war Autodidakt, verkehrte aber schon in seiner Jugend im Kreise berühmter Maler: Kokoschka und Schiele in Wien, Liebermann, Slevogt und Orlik in Berlin; und das Schaffen dieser Künstler - insbesondere Kokoschkas und Schieles - ist nicht ohne Einfluss auf seine eigene Malweise geblieben. Er malte Landschaften, Porträts, Akte, expressionistische Metaphern. 

Seine schulische Ausbildung erhielt Ullik im Internat des Wiener Schottenstifts und im Gymnasium des Kollegium Kalksburg. Sein Medizinstudium absolvierte er in Prag, Innsbruck und Wien, wo er 1925 zum Dr. med. promovierte. Er war an verschiedenen Kliniken tätig sowie Dozent, Universitätsprofessor und Vorstand der Klinik für Kieferchirurgie Wien. Er beschäftigte sich auch mit der Formenlehre von Zähnen. Eine Formvariante der unteren Eckzähnen ist nach ihm benannt, die Ullik’sche Konkavität.[1]

Nach der Emeritierung 1971 begann er ein zweites Studium und promovierte mit einer Arbeit über "Das Ministerium für Öffentliche Arbeiten im Jahre 1848. Ein Beitrag zur staatlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik Österreichs im Jahre 1848" in Wien 1975 zum Doktor der Philosophie (österreichische Geschichte und Kunstgeschichte).

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