09.06.2017, 19:00 Uhr

Adi Hirschal: Vom kleinen Sängerknaben zum großen Schauspieler (mit Video)

Beim bz-Interview am Würstelstand: Adi Hirschal. (Foto: Zboray)

"Senf oder Ketchup?" – der bz-Talk am Wiener Würstelstand. Diesmal mit Schauspieler und Intendant Adi Hirschal.

WIEN. Die Karriere von Adi Hirschal war schon von Kindheit an vorprogrammiert: Bereits im Alter von zehn Jahren stand er mit den Wiener Sängerknaben auf der Bühne und reiste um die ganze Welt.

Nach Matura, Bundesheer und Teilen eines Jus-Studiums absolvierte der heute 68-Jährige eine Schauspielausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar. Am Burgtheater kam er mit Größen wie Otto Schenk und Axel Corti in Berührung. "Von Otto Schenk habe ich gelernt, einen Witz ernst zu spielen, und von Axel Corti habe ich den Drang zum Perfektionismus", erinnert sich Hirschal bei einem Paar Frankfurter mit scharfem Senf am Würstelstand.


Als Hippie unterwegs

1977 nahm der gebürtige Tiroler eine Auszeit und tourte fünf Jahre mit einem Wohnmobil durch die Welt. "Meine Haare und mein Bart waren noch länger als heute und ich hatte auch mein Motorrad mit dabei. Am Ende der Reise waren auch schon meine beiden Kinder mit dabei", sagt Hirschal, der sich seit Neuestem mit Yoga fit hält. Seine Liebe zum Handwerk bringt dem Schauspieler auch immer wieder Arbeitsaufträge anderer Art ein. "Ich arbeite sehr gerne mit Holz und habe meiner Frau bereits drei Küchen angefertigt", erzählt der Josefstädter.

Mindestens dreimal im Jahr nimmt sich der Schauspieler eine Auszeit und fährt für ein paar Tage nach Triest. Dort wird er permanent an seine Heimat Wien erinnert. "Die Häuser sind sehr ähnlich. Und ich habe dort auch ein paar Verwandte", so Hirschal. Derzeit ist der Künstler wieder rauchfrei unterwegs, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. "Solange ich nicht dran denke, komme ich zurecht. Ich bleibe aber derzeit viel zu Hause, um nicht in Versuchung zu kommen oder aus meiner schlechten Laune heraus einen Streit zu beginnen", sagt Hirschal.

In den nächsten Monaten ist der Kalender des Schauspielers prall gefüllt. Das Lustspielhaus in der Innenstadt und der Kultursommer in Laxenburg fordern den 68-Jährigen. "In Wien spielen wir ‚Figaro – oder ein toller Schnitt‘ und in Laxenburg steht die Saunarette ‚Heiss‘ auf dem Programm. Während für die Aufführung in Wien bereits alles geregelt ist, tüfteln wir für die Saunarette noch am Kostüm. Eigentlich sollten wir nackt auftreten", so Hirschal.

Mehr Informationen online unter www.wienerlustspielhaus.at

Alle Fotos: Frantisek Zboray

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