02.06.2017, 19:00 Uhr

Rapid-Stimme Andy Marek: Ein Grün-Weißer durch und durch (mit Video)

bz-Interview beim Bitzinger: Rapid-Stadionsprecher Andy Marek spricht über Grün-Weiß und seine Leidenschaft fürs Singen. (Foto: Gillmann)

"Senf oder Ketchup?" – der bz-Talk am Wiener Würstelstand. Diesmal mit Rapid-Stadionsprecher Andy Marek.

WIEN. Es begann alles mit einem Zeitungsinserat. Und das vor 25 Jahren. Seither ist Andy Marek die Stimme der Rapidler. Seine Karriere begann der heute 54-Jährige im Jahr 1992. "Ich kam hin und musste sofort den Tag der offenen Tür moderieren. Manager Franz Binder hat mich einfach ins kalte Wasser geworfen", erinnert sich Marek bei einer Burenwurst am Bitzinger-Würstelstand.

Für seine Einsätze als Stadionsprecher muss Marek eine lange Anreise in Kauf nehmen, denn er wohnt immer noch in Groß-Siegharts im Waldviertel. Dort war er Leiter eines Textilunternehmens, das er von seinen Eltern geerbt hatte. "Ich fahre täglich rund 300 Kilometer", so Marek, der seit 1998 auch als Leiter des Klubservice fungiert. Dabei ist er die Anlaufstelle für die Fragen der Fans. Egal, ob es um Karten für Auswärtsspiele, Merchandising oder Fanclub-Gründungen geht. "Ich soll das grün-weiße Haus bauen, sagte damals Manager Werner Kuhn zu mir. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen", so der Moderator.

https://www.youtube.com/watch?v=phS28ZWa1ps

Gänsehaut pur

Auch für das Fußball-Nationalteam ist der Waldviertler im Einsatz. Seit 1994 ist er Sprecher bei allen Heimspielen und heizt die Stimmung vor den Matches an. "Wenn 48.000 Fans ‚I am from Austria‘ singen, dann bin ich den Tränen nahe. Ich weine aber auch, wenn ich mir mit meiner 92-jährigen Mutter einen Hans-Moser-Film ansehe", sagt Marek.

Als Sänger im TV

Sein Showtalent kann Marek nicht abstreiten. Seinen ersten großen Auftritt als Sänger hatte er 1984, als er mit seiner Band Top Secret für Österreich beim Song Contest antreten wollte. "Wir sind damals Sechster geworden. Darauf bin ich heute noch stolz", sagt Marek, der auch Klavier und Gitarre perfekt beherrscht.

Die aktuelle Saison mit den schlechten Leistungen der Rapidler ist auch an dem Stadionsprecher nicht spurlos vorübergegangen. Da kommt es schon einmal vor, dass Marek schlecht schläft und völlig ratlos ist. "Mit dem neuen Stadion war alles angerichtet. Ich hätte mir nie gedacht, dass Rapid gegen den Abstieg kämpfen muss. Gott sei Dank ist der jetzt vom Tisch", sagt Marek.

Jeden Freitag um 19.15 Uhr flimmert Marek auch als Moderator der Rapid-Viertelstunde bei W24 über den Bildschirm. "Wir zeigen sehr viele Hintergrundgeschichten. Zum Beispiel den ältesten Rapid-Fan, der bereits 104 Jahre alt ist", so das grün-weiße Urgestein.

Alle Fotos: Cornelia Gillmann

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Lucia Zeiger aus Innere Stadt | 31.05.2017 | 14:29   Melden
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