12.09.2017, 08:00 Uhr

Alserbachstraße: Doppel-Abriss sorgt für Riesen-Baustelle im Grätzel

Das Haus in der Alserbachstraße 23 wird in den nächsten Wochen abgerissen. 39 neue Wohnungen entstehen bis Mitte 2019.

Die Häuser in der Alserbachstraße 23 und 25 werden gleichzeitig abgerissen und neu aufgebaut.

ALSERGRUND. In den nächsten Wochen wird sich in der Alserbachstraße einiges verändern. Gleich zwei Bauten werden dem Erdboden gleichgemacht und danach wieder neu errichtet. Konkret geht es um die Gebäude auf den Hausnummern 23 und 25. Derzeit werden bereits die Vorbereitungen für die Abrissarbeiten durch die Firma Prajo durchgeführt. Autofahrer können während der Arbeiten nicht von der Alserbachstraße in die Marktgasse einbiegen. Die Umleitung erfolgt über die Liechtensteinstraße.

Besonders das Gebäude auf Nummer 25 ist seit 2014 amtsbekannt. Innerhalb einer Stunde mussten damals die Mieter das Haus verlassen, weil es einsturzgefährdet war. Drei Jahre später ist nun der Abbruchbescheid eingetroffen. "Ich denke, das Haus wird einstürzen, wenn das Nebengebäude abgerissen wird. Es hat gar kein Fundament mehr", sagt Eva Maria Gschwandner von der Hausverwaltung Moeller Real. Das Haus auf Nummer 23 beherbergte neben Wohnungen auch das Bezirkssekretariat der SPÖ, das bis zum Ende der Bauarbeiten in die Salzergasse 22 übersiedelt.

In 18 Monaten fertig

Auf Nummer 23 errichtet der Bauträger Aphrodite insgesamt 39 Wohnungen samt einer Parkgarage. "Besonderheiten sind schöne Terrassen und der Blick auf das Palais Liechtenstein. Die Fertigstellung ist für Mitte 2019 geplant", so Doris Bauer von Aphrodite. Mit der Vergabe der neuen Wohnungen wurde noch nicht begonnen. Sobald es so weit ist, werden Sie es in der bz-Wiener Bezirkszeitung lesen können. Das Gebäude nebenan wurde an die Miro Bau verkauft, die dort 17 Eigentumswohnungen und zwei Büros im Erdgeschoß errichten wird. "Im Frühjahr 2019 wird alles fertig sein", heißt es vonseiten der Miro Bau.

Aufschwung für Grätzel

Die Alserbachstraße hat in den vergangenen zehn Jahren einen wirtschaftlichen Abstieg hinnehmen müssen. Zahlreiche leere Geschäftslokale sind ein Anzeichen dafür. Der Bezirk investiert heuer noch 100.000 Euro, um die Straße durch neue Grünflächen und Sitzmöglichkeiten zu verschönern.

"Die 46 neuen Wohnungen werden auch für eine Belebung der Alserbachstraße sorgen. "Die Leute gehen im Umkreis essen oder kaufen dort ein. Das bringt hoffentlich auch neue Geschäfte in die Gegend", sagt SPÖ-Bezirkschefin Martina Malyar.
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