25.07.2017, 08:00 Uhr

Alte Sessel haben ausgedient: Neuer Sitzkomfort für das Burg Kino

Kurt Schramek vor seinem Burg Kino: Der Dritte Mann wird hier seit über 20 Jahren ohne Pause dreimal die Woche gezeigt

Das 105 Jahre alte Lichtspielhaus am Opernring bekam 365 neue Sitze. Die Einweihungsfeier wird groß zelebriert.

INNERE STADT. Mit einer Eröffnungsnacht am 27. Juli feiert das Burg Kino seinen Neustart. Die Hauptfilme an diesem Abend sind Christopher Nolans "Dunkirk" und "Baby Driver" von Edgar Wright. Beide sind ab 19 Uhr natürlich in Originalfassung zu sehen.

Das Sitzfleisch der Cineasten wird dabei nicht mehr so belastet wie bisher. Grund dafür sind die neuen Kinositze, die vor Kurzem eingebaut wurden. Die alten Modelle aus dem Jahr 1986 haben damit ausgedient. Burg-Kino-Fans konnten die alten Sitze erwerben und machten davon auch reichlich Gebrauch. "Bis auf 30 Sitze wurden alle der mehr als 300 Stück verkauft", so Eigentümer Kurt Schramek.

Nach Wien der Kinos wegen

Schrameks Liebe zum Kino begann bereits in der Mittelschule. „Damals musste man schon ins Kino gehen, wenn man Filme sehen wollte. VHS, DVDs und Internet waren noch kein Thema“, erzählt der 68-Jährige. „Ich habe in Klagenfurt maturiert und weil es nur in Wien 200 Kinos gab, ging ich nicht wie viele Schulkollegen zum Studieren nach Graz, sondern nach Wien.“

An der TU studierte er nicht nur Technische Mathematik, er organisierte dort auch als Nachfolger des späteren Filmmuseumsdirektors Peter Konlechner Veranstaltungen für Mitstudenten und ein eigenes Kino. „1977 habe ich mit Freunden das Star Kino im 7. Bezirk gegründet, zwei Jahre später einen eigenen Filmverleih“, erinnert sich Schramek.

1980 übernahm er das Burg Kino. „Dafür gab es viele Interessenten, aber ich habe es gekriegt“, freut er sich bis heute. Er begann damals mit Schwarzweiß-Klassikern wie Charlie Chaplin, Humphrey Bogart und den Marx Brothers, natürlich in Originalsprache.

Dauerbrenner „Dritter Mann“

Carol Reeds „The Third Man“ aus dem Jahr 1949 zählt zu den Meilensteinen des europäischen Nachkriegskinos. "Seit über 20 Jahren läuft der Film dreimal die Woche“, so Schramek. Das Kino kooperiert mit der Dritte-Mann-Tour durch das Kanalnetz, die die Gäste zu Originalschauplätzen des Films führt. "Wir stehen damit in jedem Reiseführer", sagt Schramek.

Mehr Infos gibt es auf unter www.burgkino.at
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