14.10.2014, 15:54 Uhr

Auge Gottes-Kino: Was passiert?

Kein Kino, kein Veranstaltungssaal im "Auge Gottes": Für Anrainer wie Robert Englerth ein vordringlicher Wunsch. (Foto: bz/Archiv)

Seit vier Jahren ist das Auge-Gottes-Kino geschlossen. Anrainer befürchten geheime Verhandlungen.

Seit der Schließung des Kinos vor vier Jahren ist das "Auge Gottes" am oberen Ende der Nussdorfer Straße verwaist. Erst sollte eine Supermarktfiliale dort einziehen, was aufgrund des Gefälles ein Einkaufswagen-Chaos zur Folge gehabt hätte.
Ebenso im Gespräch war ein Fitness-Center. "Die Idee mit dem Fitness-Center ist vom Tisch. Es wird wohl ein Mix aus Gastronomie und Unterhaltung“, hatte Hausbesitzer Peter Postl seit vergangenem Jahr immer wieder angekündigt.
Jetzt herrscht Stille. Alsergrunds grüne Bezirksvizechefin Momo Kreutz: "Wir haben nichts gehört. Es sind uns auch keine neuen Ideen für das Kino bekannt."

Doch Veranstaltungssaal?
Indes befürchten Anrainer, dass ein Projekt unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wird, das dann doch in Richtung Veranstaltungssaal tendieren könnte. Gastronom Reinhard Seiler: "Wir wollen schon wissen, was dort passiert. Auch um das frühere Finanzamt auf der gegenüberliegenden Seite der Nussdorfer Straße ist es verdächtig ruhig. Worauf wartet der Bezirk eigentlich noch?"
Bei einer Veranstaltungs-Location würden sich die Bewohner querlegen. "Lärm haben wir durch die Gürtel-Lokale ohnehin genug. Da wäre uns ein Supermarkt schon lieber", erklärt Seiler.
Kreutz: "Wir haben auch keine Ahnung, was mit dem Finanzamt passiert. Es werden vermutlich Büros, aber das hat man uns auch so oft gesagt und nichts ist gekommen."
Kreutz will jetzt die Initiative ergreifen und den aktuellen Stand ermitteln: "Es gibt genügend Möglichkeiten, das Kino in einer neuen Funktion wieder aufzumachen."
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