04.10.2016, 23:03 Uhr

Mehr Sicherheit für Radfahrer in der Währinger Straße

Lokalaugenschein in der Währinger Straße: SPÖ-Bezirksvize und Radfahrer Thomas Liebich an der neuen Kreuzung.

Gefährliche Stelle für Radler in der Währinger Straße wurde entschärft. Kosten: 50.000 Euro.

ALSERGRUND. Das Abbiegen von der Boltzmanngasse in die Währinger Straße oder die Sensengasse war für die Radfahrer aus dem Alsergrund bisher eine richtige Herausforderung. Dieses Problem ist ab sofort Geschichte. Denn die Gefahrenstelle wurde nun entschärft und mit baulichen Maßnahmen sicherer gemacht.

"Für die Abbieger aus der Boltzmanngasse in Richtung Innenstadt gibt es jetzt eine gekennzeichnete Spur und eine neue Ampel. Das sorgt für viel mehr Sicherheit für die Radfahrer", so SPÖ-Bezirksvize Thomas Liebich. Ebenso Erleichterungen gibt es für Rechtsabbieger, die von der Boltzmanngasse in die Währinger Straße stadtauswärts einbiegen wollen. Dort wurde der Gehsteig verschmälert und dafür ein eigener Fahrradstreifen geschaffen.

"Dies ist vor allem für die Fußgänger sicherer. Aber auch die Radfahrer profitieren von dieser Maßnahme", sagt Liebich. Insgesamt kosten diese Verbesserungen rund 50.000 Euro, die aus dem Budgettopf der Stadt Wien zur Verfügung gestellt werden. "Die Währinger Straße ist eine Hauptradroute. Daher kommt das Geld nicht aus dem Bezirk", so der SPÖ-Politiker.

Belebte Straße

Die Währinger Straße ist eine der belebtesten Straßen der Stadt. Fünf Straßenbahnlinien, vier Autospuren sowie beengte Parkplatzverhältnisse lassen die Verkehrsteilnehmer wachsam sein. "Schon 2013 wurde hier sehr viel Geld in einen Mehrzweckstreifen investiert. Die nächsten Arbeiten sind erst zur Fertigstellung der neuen U5 geplant. Da müssen wir sicher einiges adaptieren", so Liebich. Baubeginn für die U5 ist im Jahr 2018.

Der Alsergrund, der fahrradfreundlichste Bezirk im Jahr 2014, setzt sich auch für den Ausbau des Citybike-Netzes ein. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde diesbezüglich ein Antrag einstimmig beschlossen. "Es sollen noch mehr Citybike-Stationen im Bezirk kommen. Der Andrang ist groß und die Tendenz geht immer mehr in diese Richtung", sagt der Bezirkspolitiker.

Eindeutiger Trend

Die Tendenz in der Verkehrspolitik am Alsergrund zeigt in eine eindeutige Richtung. An oberster Stelle steht der öffentliche Verkehr, danach folgen Radfahrer, Fußgänger und Autos. "Wir sind ein Bezirk, der immer jünger wird. Die Universitäten am Alsergrund tragen dazu sehr viel bei", erklärt Liebich.
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