17.10.2017, 08:00 Uhr

Weltrekordversuch: Extremsportler Michael Strasser will in 100 Tagen von Alaska bis Feuerland radeln

Eine kurze Trainingsfahrt nach Berlin: Michael Strasser will im Juni 2018 einen neuen Weltrekord aufstellen. (Foto: www.strassermichael.at)

Der Alsergrunder trainiert bereits fleißig für das Projekt "Ice 2 Ice", dass im Juni 2018 starten wird.

ALSERGRUND. Keine Strecke ist ihm zu weit, keine Qual zu groß. Die Rede ist von Extremsportler Michael Strasser, der sich nun an ein weiteres großes Projekt heranwagt: Im Juni 2018 will der 34-Jährige die 23.000 Kilometer lange Strecke von Alaska bis Feuerland mit dem Fahrrad in weniger als 100 Tagen bewältigen.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Unterfangen "Ice 2 Ice" bereits auf Hochtouren. "Neben täglichem Training tüftle ich derzeit mit meinem Team an der Route, den Wetterkarten und der Sicherheitslage in Mittelamerika. In Ländern wie Nicaragua oder Guatemala braucht man für gewisse Gebiete unbedingt eine Polizeieskorte", sagt Strasser. "Und ich mache auch gerade einen Spanischkurs für meine Expedition", so der 34-Jährige.

Für den Trip von Prudhoe Bay (Alaska) bis Ushuaia (Argentinien) gibt es ein genaues Regelwerk und einen aktuellen Weltrekord von 117 Tagen. "Mein Mindestanspruch ist, die Strecke in unter 100 Tagen zu schaffen", sagt der Sportlehrer, der während des Kraftakts pro Tag rund 15.000 Kalorien verbrauchen wird.

Passieren kann bei dem Vorhaben sehr viel: Materialschäden, Krankheiten, Kälte und auch Hurrikans können die Reise zum Scheitern bringen. Ein wunder Punkt auf so einer langen Fahrt ist das Gesäß. Der Sportler hat dafür verschiedene Cremes mit dabei und eine spezielle Radhose an. "Diese Schmerzen sind teilweise unerträglich", so der Alsergrunder.

Strasser wird den Weltrekordversuch mit nur zwei Begleitern in einem 22 Jahre alten Toyota-Bus in Angriff nehmen. "Von einer kleinen Wasseraufbereitungsanlage bis zu einem Schweißgerät ist alles mit dabei. Geschlafen wird maximal drei bis vier Stunden pro Tag. "Wir parken den Bus am Straßenrand, ich nehme eine notdürftige Dusche im Freien und danach wird gerastet. Auch am Tag, je nach Müdigkeit", sagt Strasser.

Für die richtige Motivation auf dem Rad sorgt neben den Begleitern auch flotte Musik. In schlechten Phasen richtet sich der Sportler immer zu Musik von Parov Stelar wieder auf. "Seine Musik bringt mich wieder auf Trab. Ich würde ihn gerne mal kennenlernen", so Strasser.

Die Expedition kostet rund 100.000 Euro und wird teilweise von Sponsoren finanziert. Weiters hat der Sportler ein Buch geschrieben und hält Vorträge. "Damit kann ich die Kosten halbwegs decken", erklärt Strasser.

Im Jahr 2016 hat Strasser bereits einen Weltrekord aufgestellt: Für die Strecke von Kairo bis Südafrika benötigte er mit dem Fahrrad 35 Tage – noch immer aktueller Weltrekord.

Mehr Infos unter www.strassermichael.at
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