07.11.2016, 12:42 Uhr

Knalleffekt bei Rapid: Trainer Büskens und Sportdirektor Müller müssen gehen

Nach nur fünf Monaten muss Mike Büskens seinen Trainersessel bei Rapid wieder räumen. (Foto: GEPA pictures/Mario Kneisl)

Der bisherige Co-Trainer Thomas Hickersberger übernimmt interimistisch

Nach der gestrigen 0:1-Heimniederlage des SK Rapid im Allianz Stadion gegen den Wolfsberger AC reagierte heute der Klub. So werden Andreas Müller (seit Jänner 2014 Sportdirektor) sowie Cheftrainer Mike Büskens (seit Juni 2016) mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

Präsident Michael Krammer, der Büskens und Müller diese Entscheidung im Rahmen eines gemeinsamen Gespräches am Montagvormittag in Hütteldorf mitteilte, erklärt die Beweggründe: "So erfreulich der trotz 0:2-Rückspielniederlage souverän über AS Trencin erreichte Einzug in die Gruppenphase der UEFA Europa League auch war, bleibt unser tägliches Brot die heimische Bundesliga. Hier ist die Bilanz in den letzten zehn Partien mit nur zwei Siegen und einem negativen Torverhältnis von 9:12 für einen Klub mit unseren Ansprüchen einfach viel zu wenig. Die Mannschaft spielt zwar überwiegend mit viel Herz, von Weiterentwicklung ist aber auch nach nunmehr 25 Pflichtspielen leider wenig zu erkennen", so Krammer.

Mike Büskens beim Würstelstand-Interview "Senf oder Ketchup?":
https://www.youtube.com/watch?v=Ve4iWkt_RII

Bis auf Weiteres wird Thomas Hickersberger das Training leiten. Bis zum Ende der Länderspielpause soll ein Nachfolger präsentiert werden. Der neue Cheftrainer wird selbstverständlich volles Mitspracherecht bei der Zusammenstellung seines Betreuerteams haben, so der Rapid-Präsident.

Auch Müller muss gehen

Zur Beurlaubung und einem möglichen Nachfolger von Andreas Müller meint Krammer: "Leider kann es im im Fußball trotz bester Zusammenarbeit immer zu Situation kommen, die eine Trennung notwendig machen. Andreas Müller hat seit Jänner 2014 mit großem Engagement für den SK Rapid gearbeitet und durch Verhandlungsgeschick auch gute und gewinnbringende Transfers für den Klub ermöglicht, sowie vielversprechende Spieler langfristig an den Verein gebunden", so Krammer. "Wir wollen uns bei der Suche nach einem Nachfolger, der sowohl aus Österreich als auch aus dem Ausland kommen kann und Deutsch sprechen soll, Zeit lassen", so der Rapid-Präsident.
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Peter Janacek aus Liesing | 08.11.2016 | 11:18   Melden
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