Dr. Google wird's schon wissen

Viele PatientInnen befragen zuerst das Internet, bevor sie einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.
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  • Viele PatientInnen befragen zuerst das Internet, bevor sie einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.
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BADEN. Das Internet ersetzt keinen Arzt und keine Ärztin. Das klingt plausibel. Und trotzdem. Die Menschen Land auf Land ab befragen das Worldwideweb nach wie vor munter zu ihren Symptome. Wenn sie Glück haben, stoßen sie dabei auf Claus Riedl oder jemand anderen mit tatsächlichen medizinischen Fachkenntnissen. Der Primarius im Landesklinikum Baden-Mödling ist auch als Netdoktor und Bestdoctor, so zwei bekannte Plattformen, im Internet vertreten und erhält wöchentlich Anfragen per E-Mail.

"Verdrehte Köpfe"

Eine rechte Freude hat er damit nicht, denn das Internet überschüttet PatientInnen mit einer Vielzahl an Informationen: "Das Problem ist, dass vielen die Köpfe verdreht werden, da sie die Auskünfte nicht werten können. Die Blicke der Patienten gehören dann erst einmal wieder gerade gerichtet." Riedl verfolgt online allerdings die Strategie, die PatientInnen, deren Anfragen ihn auch aus dem Ausland erreichen, zu sich in die Ordination einzuladen: "Ich stelle keine Ferndiagnosen und beantworte höchstens kürzere Fragen, die nur ein Ja oder Nein verlangen."

"Prinzipiell erreichbar"

Sein ärztliches Internetdasein will der Primarius aber trotzdem nicht aufgeben: "Ich bin für eine überschaubare Erreichbarkeit und da eignet sich E-Mail weitaus besser als Telefon, da ich dann den Zeitpunkt der Antwort selber wählen kann." Außerdem könne die Anonymität auch erste Hemmschwellen überwinden.

Viele PatientInnen befragen zuerst das Internet, bevor sie einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.
"Das Internet bietet viele Antworten, aber keine Lösungen", bleibt Urologe Claus Riedl skeptisch.

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