Brandschutz und Rauchmelder
Amstettner Florianis räumen mit Brandmythen auf

Abschnittskommandant Stefan Schaub (mit Ausbildner Karl Etlinger)
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  • Abschnittskommandant Stefan Schaub (mit Ausbildner Karl Etlinger)
  • Foto: Zarl
  • hochgeladen von Eva Dietl-Schuller

Aus gegebenem Anlass: Rauchmelder können Leben retten. So schützen Sie sich am Besten.

AMSTETTEN. Jedes Jahr sterben in Niederösterreich Menschen nach einer Rauchgasvergiftung. „Ein Tod, der in den meisten Fällen mit nur rund 25 Euro zu verhindern gewesen wäre – und zwar durch einen Rauchmelder“, darauf verweist Stefan Schaub, Abschnittsfeuerwehrkommandant von Amstetten-Stadt und Amstettner Bezirkssachbearbeiter für Vorbeugenden Brandschutz. Denn gerade in der Vorwoche gab es  einem Brandalarm bei der FF Amstetten in Amstetten.
In wenigen Minuten an der Zimmerdecke montiert, schützt das kleine Warngerät nicht nur Leben, sondern verhindert auch Schäden in Millionenhöhe, so Schaub.

90 Prozent der Sterbefälle sterben den Erstickungstod

In der Industrie längst etabliert, genießen Rauchmelder in privaten Wohnräumen keinen hohen Stellenwert – im Gegenteil. Obwohl darüber keine Statistik geführt wird, kann man davon ausgehen, dass etwa nur fünf Prozent aller Wohnungen mit Rauchmeldern gesichert sind. Tendenz gleichbleibend.
Viele Menschen gehen davon aus, dass Brandopfer in den Flammen umkommen. Ein Irrglaube. Denn über 90 Prozent aller Sterbefälle sind auf einen qualvollen Erstickungstod zurückzuführen – auf eine Rauchgasvergiftung. Ein Melder an der Decke kann das verhindern.
Alarm schlagen die Warngeräte schon bei der kleinsten Rauchentwicklung. Und zwar mit einem schrillen Signalton und einer Lautstärke von mindestens 85 Dezibel. Jetzt kann man schnell genug reagieren und noch selbst lebensrettende Maßnahmen einleiten. Sprich, sich in Sicherheit bringen und die Feuerwehr alarmieren.

So reduzieren Sie eine Brandausbreitung

In der Größe einer kleinen Untertasse, lassen sich die mit Batterie betriebenen Rauchmelder mit wenigen Handgriffen an der Zimmerdecke anschrauben. Anzuraten ist die Montage in Schlaf- und Wohnräumen (vor allem in Kinderzimmern), in der Küche sowie in jeder Etage. Ist man zusätzlich noch mit einem Feuerlöscher ausgerüstet, lässt sich das Risiko einer Brandausbreitung weiter deutlich reduzieren.
Neigt sich der Strom in der Batterie des Rauchmelders dem Ende zu, ertönt ebenfalls ein schrilles Warnsignal. Dadurch kann die Batterie auch nicht unbemerkt aus dem Warngerät entfernt werden. Erhältlich sind Rauchmelder in jedem gut sortierten Baumarkt. Wichtig: Die Melder sollten mit einem VdS-Prüfzeichen ausgestattet sein. Dadurch wird garantiert, dass der Alarm bereits bei einer Rauchdichte von 1,1 Prozent ausgelöst wird.

Die größten Irrtümer

„Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, um zu flüchten!“
Irrtum. Durchschnittlich bleiben vier Minuten, eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

„Steinhäuser brennen nicht!“
Der Vorhang, die Tapete oder 100 Gramm Schaumstoff in der Wohnzimmercouch reichen für eine tödliche Rauchgasvergiftung.

„Ich bin vorsichtig genug!“
Elektrische Defekte sind nicht vorhersehbar und zählen zu den häufigsten Brandursachen. Auch Brandstiftungen sind nicht zu verhindern.

„Der Nachbar wird mir schon helfen!“

Eine gefährliche Fehleinschätzung. Erinnern wir uns: Eine Rauchgasvergiftung kann schon nach zwei Minuten tödlich sein.

„Rauchmelder sind teuer!“
Wie viel ist einem sein Leben wert? Ein Qualitätsrauchmelder ist um etwa 25 Euro zu haben.

Wo erhältlich?
Erhältlich sind Rauchmelder unter anderem bei der Bezirksalarmzentrale (BAZ) Amstetten. In Neubauten sind Rauchmelder übrigens schon Pflicht.

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