Audiolandschaft Strudengau: Hier machen Ohren große Augen

Roland Wegerer lädt mit seinem Projekt zum bewussten Hinhören ein. Das Ergebnis ist ein neues Bild der Heimat.
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  • Roland Wegerer lädt mit seinem Projekt zum bewussten Hinhören ein. Das Ergebnis ist ein neues Bild der Heimat.
  • Foto: Roland Wegerer
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

BEZIRK AMSTETTEN. Roland Wegerer macht Landschaften hörbar. Mit seiner "Audiolandschaft Strudengau" entdeckt der in St. Nikola lebende Künstler den Donauabschnitt zwischen Wallsee und Ybbs auf besondere Weise neu.

Die Audiolandschaft

Geplauder im Ortskern von Wallsee oder Vogelgezwitscher im Donauwellenpark in Ardagger würde man durchaus erwarten. Ein Presslufthammer bei der Ruine Freyenstein oder ein Wecker im Bootshafen in Ardagger sind da wohl schon ungewöhnlichere Geräusche.
Genau diese Orte wählt Wegerer aus und kreierte eine neue Form des uns bekannten Landschaftsbildes.

Der Ton im Bild

Dabei kombiniert er ein Foto mit Tonaufnahmen, die zeitgleich mit dem Foto entstehen – mit spannenden Ergebnissen. "Man sieht etwa einen Wald und wird vom Geräusch eines Motorrads überrascht", erklärt der Künstler.
Es sind vor allem die Geräusche, "die vielleicht nicht zu erwarten wären", welche das Interesse und die Aufmerksamkeit des Zuhörers erregen. Durch die Geräusche bekommt die Landschaft eine zweite Komponente, so Wegerer.

Bewusst hören und sehen

Das Gesehene und Gehörte kann eben sehr unterschiedlich sein. So ist es ein bewusstes Hinhören und Herausfiltern einzelner Geräusche, die uns im Alltag umgeben. Aber zugleich mit offenen Augen, schließlich benötigt der Zuhörer auch einen visuellen Ankerpunkt, meint Wegerer.

Die Störgeräusche im Alltag

"Unser Ohr kann nicht einfach geschlossen werden wie Mund oder Augen", sagt er. So werden wir dauernd mit Informationen überhäuft. Daher sind wir von der Kindheit an darauf trainiert, bestimmte Geräusche auszublenden, erklärt Wegerer. "Da wir sonst die Anzahl an Informationen gar nicht verarbeiten könnten", so der Strudengauer über die alltäglichen Störgeräusche.

Neue Landschaften geplant

Von März bis Oktober 2017 sammelte er die Aufnahmen in 19 Gemeinden Nieder- und Oberösterreichs. "Es ist ein Pilotprojekt", so Wegerer, der nach weiteren Regionen sucht, um sein Projekt auszuweiten. Reinhören unter: audio.rolandwegerer.com

Roland Wegerer lädt mit seinem Projekt zum bewussten Hinhören ein. Das Ergebnis ist ein neues Bild der Heimat.

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