Betrunkener randalierte am Amstettner Bahnhof: "Ich bringe eure Familien um"

Gutachter Dietmar Jünger
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STADT AMSTETTEN. Zu einer Auseinandersetzung im November 2016 am Bahnhof in Amstetten, bei der auch ein Messer im Spiel gewesen sein soll, wurden zwei Streifenwagen beordert.

Als die Beamten von einem 42-jährigen Türken den Ausweis sehen und ihn nach einem Messer durchsuchen wollten, geriet der offensichtlich betrunkene Mann derart in Rage, dass er nur mit Körpereinsatz festgenommen und zur Polizeiinspektion gebracht werden konnte.

Beamter wurde verletzt

Nicht nur, dass sich der Türke heftig gegen die Amtshandlung wehrte, wobei ein Beamter am Knie verletzt wurde, beschimpfte er die Exekutivbeamten und drohte mehrfach im Rundumschlag, er werde sie und ihre Familien umbringen, er werde sie alle „ficken, er schicke ihnen die „ISIS“.

Alkohol und Medikamente

Am Landesgericht St. Pölten gab der Beschuldigte zu, dass er wisse, dass die Kombination von Alkohol und Medikamenten, in seinem Fall Schlafmittel, gravierende Auswirkungen haben könne. Vor der Untersuchungsrichterin meinte der Mann mit elf, teils einschlägigen Vorstrafen dazu: „Da hat es mir den Vogel rausg'haut.“

2,8 Promille Alkohol im Blut

Gutachter Dietmar Jünger zum Promillewert des Mannes zum Tatzeitpunkt befragt, gab an, dass es sich um etwa 2,8 Promille Alkohol gehandelt habe. Aufgrund der alkoholbedingten Ausraster, der Alkoholsucht und der Persönlichkeit des Türken empfahl Jünger die Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher, da es sonst zu weiteren Gewaltexzessen kommen könne.

"Ich mach dich fertig"

Ob er im September in Sarling bei der Drohung gegen einen Mann, der angeblich ihn und eine Bekannte des Drogenkonsums bezichtigt hatte, nüchtern gewesen sei, beantwortete der Beschuldigte mit „Ja“.

Seine Wortwahl erinnerte jedoch stark an die Ausdrücke, die er auch gegen die Beamten verwendete: „Ich komm zu dir und fick dich. Ich bring dich um. Ich bin ein Türke. Ich mach dich fertig. Ich bin schon unterwegs!“

Ihr Mandant habe mit dem anderen nur gestritten, nicht aber gedroht, meinte Verteidigerin Andrea Schmidt. Sie empfahl dem Beschuldigten jedoch, das Urteil von zwölf Monaten Haft, das mit einer Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher verbunden ist, anzunehmen. Die Staatsanwaltschaft gab dazu vorerst keine Erklärung ab.

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