Netzwerkforum HAK/HAS Amstetten
Generation Z – eine Herausforderung für Arbeitgeber

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AMSTETTEN. Im Zentrum des diesjährigen Netzwerkforums in der HAK/HAS Amstetten stand die Generation Z, also die nach 1995 Geborenen. Wie diese Generation tickt und welche Herausforderungen sich dafür für Arbeitgeber und HR Manager ergeben, erklärte Univ. -Prof. PD Dr. Thomas Schneidhofer von der Privatuniversität Schloss Seeburg in einem spannenden Impulsvortrag. Vertreter der Generation Z sind in der digitalen Welt aufgewachsen und stehen in ständigem sozialen Vergleich. Sie fordern permanent Feedback ein, wollen aber keine Kritik. Sie möchten Sicherheit und sich selbst verwirklichen. Work-Life-Balance ist ihnen wichtiger als hohes Einkommen und Karriere, so die Trendforscher. Aus jedem Lebensbereich soll das Optimum herausgeholt werden. Wenn es nicht funktioniert, droht bereits Mitte zwanzig die Quarterlife-Crisis.

Unternehmer und Führungskräfte müssen sich einstellen auf eine neue Generation mit anderen Arbeits- und Kommunikationsgewohnheiten und anderen Ansprüchen. Motivieren könne man die neue Generation besonders durch viel Feedback, Fairness, enge Handlungsspielräume und realistische Visionen. Schneidhofer warnt aber vor Generalisierungen dieser differenzierten Generation. Umfragen unter den anwesenden Schülern der Abschlussklassen der HAK/HAS bestätigen das.

Eine Blitzumfrage im Publikum, das großteils der Generation Z angehörte, ergab, dass Spaß an der Arbeit und eine gute Work-Life-Balance am wichtigsten sind bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Viel Geld zu verdienen spielt aber nach wie vor eine große Rolle, während Jobsicherheit und Aufstiegsschancen weniger ausschlaggebend sind.

Reaktionen der Wirtschaft

Nach dem Theorieinput folgte eine Interviewrunde mit Vertretern der Wirtschaft, die im Bereich HR tätig sind. Thematisiert wurden die veränderte Einstellung der Generation zur Arbeit und ihre Ansprüche an einen Arbeitsplatz.

Ing. Thomas Landsteiner reagiert auf die schwieriger gewordene Personalsuche mit der Arbeitsgruppe Landsteiner Employer Branding, die herausfinden soll, was Mitarbeitern wichtig ist. Er wolle die Chancen der Generation Z wahrnehmen.

Mag. Gabriele Theuerkauf, selbst Absolventin der HAS Amstetten und jetzt Head of Human Resources bei Welser Profile, nimmt die jungen Bewerber als selbstbewusster und kritischer wahr. Das Unternehmen will die Bewerbung einfacher machen, Vielfalt fördern und den Menschen auf Augenhöhe begegnen.

Dir. Franz Fischl, Raiffeisenbank Region Amstetten eGen, will die Generation Z mit flexiblen Arbeitszeiten, guter technischer Ausstattung und mehr Freiheit bei der Erledigung der Aufgaben, zu einem Job im Bankwesen motivieren.

Mag. Kurt König, Umdasch Group, räumt ein, dass die Personalsuche schwieriger wird. Die Generation der jungen Bewerber trete anders auf, stelle andere Fragen und sei unvorhersehbarer geworden. Er sieht jeden Bewerber auch als Kunden. Bestimmte Werte wie Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Respekt, Begeisterung müssten aber nach wie vor mitgebracht werden.

Mag. Rosemarie Pichler von der Zukunftsakademie Mostviertel setzt auf Nachwuchsförderung.

Mag. Gerald Herbst, Aon Austria GmbH, stimmt die im Vortrag genannte Bindungsbereitschaft der Generation Z optimistisch, denn die Versicherungsbranche müsse viel in die Vermittlung von Fachwissen investieren. Er legt Wert auf guten sozialen Umgang und will den jungen Mitarbeitern rasch Verantwortung übertragen und mehr Wohlfühlatmosphäre schaffen, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

Der Generation Z seien vor allem modernes elektronisches Equipment und Selbstbestimmtheit wichtig, so Mag. Thomas Govednik, HAK Absolvent und jetzt Head of Global Service & Support Austria bei SAP. Das Unternehmen setzt auf mobile Arbeit, modernste elektronische Geräte und will mit einem offenen Büro, runden Tischen, Gratisgetränken, Billardtischen, einem Fitnesscenter u.a. Annehmlichkeiten dafür sorgen, dass die Mitarbeiter auch gerne ins Büro kommen.

Moderation und Musik

Mag. Wolfgang Kloibhofer und Schulsprecher Theodor Kloibhofer moderierten die Veranstaltung professionell und humoristisch. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein genialer „sHAKe“ aus Lehrern und Schülern unserer Schulband.

Diskussion an runden Tischen
Den krönenden Abschluss bildeten die regen Diskussionen an runden Tischen. Dabei diskutieren Vertreter der Wirtschaft bzw. der Verwaltung, der Partnerschulen, Schüler und Lehrkräfte Fragen zum Thema der Veranstaltung. Eine besondere Art des Ideenaustauschs, die inspirierend und bereichernd für alle Beteiligten war.

Autor:

Ulrike Kühhaas aus Amstetten

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