Geschenkt: Leben ohne Geld

Auto hat Maria Scheuch keines. Alle Strecken legt sie mit dem Fahrrad zurück. Erst vor kurzem wurde ihr eines geschenkt.
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  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

"Mein Ziel ist es, so wenig wie möglich mit Geld zu leben", sagt Maria Scheuch aus Seisenegg in der Gemeinde Viehdorf. "Ich will keine Kredite mehr, ich will mit dem, was wir haben, auskommen", so die 45-Jährige über die "Unabhängigkeit vom Geld".
"Ich lebe nicht nur, damit ich konsumiere und arbeite", meint Scheuch, die "bewusster" leben und dabei die Welt "achten und schätzen" will.

Die Grenzen ohne Geld

Dabei würde man auch auf Grenzen stoßen, sagt die arbeitslose Mutter von drei Kindern: "Man hat Familie und Haus." Natürlich kauft sie auch "ganz normal" ein, erklärt sie, aber der Umgang mit den Produkten sei ein "bewusster". So würde sie etwa auf regionale und saisonale Produkte achten.
"Was eben möglich ist", sagt Scheuch und fügt hinzu: "Es wäre viel mehr möglich, wenn die Leute offener wären."

Schenken statt kaufen

Offener zeigen sich auch die derzeit rund 4.600 Mitglieder der Facebookgruppe "Schenkbörse Mostviertel", die Maria Scheuch vor etwa vier Jahren gegründet hat. "Jeder kann hier bestimmen, was wer wem gibt, egal ob arm oder reich", erklärt Scheuch. "Hauptsache man macht demjenigen eine Freude und man freut sich selbst darüber."

Quer durch alle Altersgruppen und Berufe wechseln hier Produkte ihren Besitzer, von Rigips-Platten und Handys über Sonnenschirme und Puzzles (zusammengebaut oder in Einzelteilen) bis hin zu Pickerl für Stickeralben und Kleidung (von Schuhen bis zum Umstandsgewand).

Erst vor wenigen Tagen organisierte Maria Scheuch ihren ersten Schenkmarkt bei ihr zu Hause in Seisenegg. Ein "Markt", bei dem allerdings mehr als nur Waren weitergegeben werden, ist die 45-Jährige überzeugt und fordert auch andere auf, Ähnliches zu organisieren und vielleicht "etwas entstehen zu lassen". Denn eines ist sie sich sicher, auch wenn man schenkt, "man bekommt immer etwas zurück".

Links:
Schenkbörse Mostviertel
free4us.at


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Auto hat Maria Scheuch keines. Alle Strecken legt sie mit dem Fahrrad zurück. Erst vor kurzem wurde ihr eines geschenkt.
"Arbeit soll für mich Sinn ergeben", sagt Maria Scheuch, die hier Gemüse anbaut.

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