Mordprozess von Greinsfurth
Mutter mit 38 Messerstichen getötet – Sohn schildert dramatische Szenen

Der Angeklagte im Gerichtssaal ...
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38 Mal auf Mutter eingestochen. Angeklagter fordert Richter auf zum Islam zu konvertieren. Sohn erzählt von Tat.

AMSTETTEN (ip). Mit der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher endete die Schwurgerichtsverhandlung gegen einen 38-Jährigen, der am 8. Jänner dieses Jahres seine Ehefrau mit 38 Messerstichen in Greinsfurth tötete. Verteidiger Michael Steininger gab vorerst keine Erklärung ab, damit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte im Gerichtssaal ...

Missionierung vor Gericht

Auf die Eingangsfrage des vorsitzenden Richters Helmut Weichhart, ob sich der türkischstämmige Österreicher im Prozess äußern wolle, meinte dieser: „Nein!“ Allerdings forderte er den Richter auf, zum Islam zu konvertieren. Mit seinen Missionierungsversuchen war er bereits einige Zeit vor dem Mord in Amstetten unterwegs, wo Leute sich belästigt fühlten.

Richter Helmut Weichhart

Das sagt der Sohn über die Tat

„Früher war er nett“, meinte der mittlerweile zehnjährige Sohn, „dann ist irgendwas, ein böser Geist, in ihn reingekommen“, versuchte er das Verhalten seines Vaters nach dessen Aufenthalt in der Türkei 2017 zu erklären. Am Tag des „Unfalls“, wie der Bub es bezeichnete, habe ihn sein Vater, wie schon seit einiger Zeit, gefüttert. Vor jedem Bissen musste der Volksschüler ein islamisches Segensgebet sprechen. Das habe die, ebenfalls zum Islam konvertierte Ehefrau, als übertrieben empfunden.

So geschah der Mord in Greinsfurth

Während der Bub zu seinen beiden Geschwistern (1 und 3 Jahre) ins Zimmer ging, kam es zwischen den Eltern in der Küche zum Streit, im Zuge dessen der Mann ein Messer mit einer Klingenlänge von 14,5 cm nahm und auf die 40-Jährige einstach. Dieser gelang zunächst die Flucht ins Stiegenhaus, wo der Mann ihr weitere Messerstiche verpasste. Der zu Hilfe eilende Neunjährige sprang auf den Rücken des Vaters und versuchte ihn auch durch einen Biss von seiner Mutter wegzubringen. Die Frau konnte noch ins Freie fliehen, doch auch dort holte sie der 38-Jährige ein und stach immer wieder zu. Wie ein Nachbar, der aus dem Fenster sah, meinte, habe er erst nach einiger Zeit gesehen, dass unter dem Angreifer eine Frau lag.

Verteidiger Michael Steininger

38 Mal auf Frau eingestochen

Unmittelbar zurecht kam auch eine 70-jährige Frau, die als Zeugin angab: „Der war im Blutrausch!“ Nach 38 Messerstichen ging der Betroffenen durch das Nachbarhaus und den gemeinsamen Keller in seine Wohnung, wo es dem Neunjährigen gelang, die Kleinkinder in Sicherheit zu bringen und den Vater in der Wohnung einzusperren. „Meinen kleinen Bruder hab ich an der Hand genommen und meine Schwester getragen“, schilderte er seine Flucht.

Isoliert und fixiert in Mauer

Sein extrem aggressives Verhalten setzte der Betroffene auch in der JVA St. Pölten fort, danach noch viele Wochen in der forensischen Abteilung in Mauer, wo er dauerhaft isoliert und fixiert werden musste. Wie Gutachterin Sigrun Roßmanith erklärte, habe sie in ihrer 40-jährigen Arbeit noch nie eine Person erlebt, bei der trotz sehr hoher Dosierung von Medikamenten eine derartige Aggression so lange nicht unter Kontrolle zu bringen war. Gesprochen habe er auch mit ihr kaum, er wollte sie nur, wie alle anderen, einschließlich der Haftrichterin, zum Islam bekehren, wobei er der Haftrichterin sogar einen Heiratsantrag machte. Wie Roßmanith ausführte, paare sich eine islamische Radikalisierung mit einer dauerhaften Wahnstörung, was ihn nach wie vor höchst gefährlich sein lässt und eine Einweisung unumgänglich mache.

Gutachterin Roßmanith Sigrun

Kinder bei Pflegeeltern

Wortlos und nahezu ohne Regungen verfolgte der Angeklagte den Prozess, in dem Opfervertreterin Ulrike Koller aufgrund der Unzurechnungsfähigkeit des Mannes die Privatforderungen zurückzog. Die beiden Kleinkinder, so Koller, seien bei Pflegeeltern untergebracht, während der ältere Bub weiterhin bei der Mutter des Opfers, die mit der Situation und drei Kindern überfordert war, lebt.

Opfervertreterin Ulrike Koller

Lesen Sie hier mehr:
Bereits zwei Bluttaten in Greinsfurth in diesem Jahr
Mordalarm in Greinsfurth - Mutter mit 38 Messerstichen getötet

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