Rallye-Pilot trifft Fahrlehrer: Der ungewöhnlichste Führerscheintest des Bezirks

Prüfling Riccardo Holzer und Prüfer Luca Steininger.
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BEZIRK AMSTETTEN. Im zweiten Teil der Serie "Steig ein!" mit Niederösterreichs größtem Führerscheintest machten sich die BEZIRKSBLÄTTER auf nach St. Peter/Au, wo ein nicht ganz alltäglicher praktischer Führerscheintest auf dem Programm stand. Schließlich saß Rallyepilot Riccardo Holzer vom Sonnleitner Motorsportteam am Steuer, der vor der bevorstehenden Rallye in Zwettl eine mindestens ebenso anspruchsvolle Sonderprüfung bei den Easy Drivers absolvierte.

Eine Fahrt im Fahrschulauto

"Ich fühle mich als sicherer Fahrer", erzählt er vor der Fahrt und – so viel sei verraten – auch sein "Prüfer" Luca Steininger fürchtete sich nicht als sein "Copilot". Dennoch, auch als Routinier, der tausende Kilometer im Jahr unterwegs ist, wird es mit dem Bestehen oft enger als gedacht. "Mit ein paar Fahrstunden bekommen wir das hin", meint Luca Steininger mit einem Lächeln.

"Wenn man aus dem Ort kommt, fährt man ganz anders", sagt Riccardo Holzer. Man würde schließlich jede Straße und Kreuzung kennen, erzählt Holzer auch vom Blinken, 3-S-Blick oder neuen Straßenschildern, die man aufgrund der täglichen Fahrten oft gar nicht mehr wahrnimmt.

Standardfehler der Autofahrer

Spurgestaltung, das Schneiden von Kurven beim Abbiegen, das Überfahren von Stopptafeln, das Blinken, das Einhalten von Geschwindigkeitsbeschränkungen, das Nicht-Ausfahren von Kreisverkehren seien "Standardfehler", erzählt Luca Steininger aus seinen Erfahrungen. Aber auch die Sitzposition oder die Lenkradhaltung seien oft falsch, ergänzt der Fahrlehrer, der seit 17 Jahren in Fahrschulautos in der Region unterwegs ist.

Berechtigung zum Weiterüben

"Nur weil man den Führerschein hat, ist man noch lange kein super Autofahrer", gibt Steininger speziell bei Fahranfängern zu bedenken. "Der Führerschein ist die Berechtigung zum alleinigen Weiterüben", meint er. Übrigens: Sich auch als Routinier für Fahrstunden anzumelden, hält Luca Steininger für eine gute Idee. Es sei ein tolles Feedback für den Lenker, sagt er.

Autor:

Thomas Leitsberger aus Amstetten

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