Psychisch gestört
Tierquäler geht in Biberbach um

"Henry" hat schlimme Verletzungen erlitten
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  • "Henry" hat schlimme Verletzungen erlitten
  • Foto: TVD Ybbstal
  • hochgeladen von Sara Handl

Kopf und Flügel sind teils verbrannt, Tätersuche bisher vergeblich

BIBERBACH. Ein anfängliches Enten-Paradies wird zur Hölle: Am Teich des Themenwegs in Biberbach wurde ein schwer verletztes Enten-Männchen gefunden. "Am Kopf und unter den Flügeln hat er schwere Verbrennungen. Die Augenlider sind versengt, weshalb er die Augen nicht zumachen kann", lautet die Diagnose des untersuchenden Tierarztes.

Als wäre das nicht genug, kommt es auch zum Darmvorfall – hervorgerufen durch Stress und Angst. "Bei einem Darmvorfall kommt der Darm da raus, wo normalerweise nur der Kot rauskommt. Der Erpel war da hinten schon mit Maden übersät, die ich ihm immer wieder entfernen muss", berichtet Claudia Schattenmüller aus Kröllendorf, die das Tier zum Tierarzt gebracht hat und sich seitdem um das gequälte Tier kümmert.

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Ybbstal hat ihn liebevoll "Henry" getauft und päppelt ihn jetzt langsam, aber sicher wieder auf.

Verletzte Psyche

So wie Menschen nicht gut auf Mobbing reagieren, bleibt gerade so ein schwerer Vorfall wie bei Henry auch bei Tieren hängen. "Er hat eine komplette Angst vor Menschen. Ich halte ihn zusammen mit den Hühnern im Garten. Sobald ich das Gatter öffne, versteckt er sich", erzählt Schattenmüller.

Eine Seltenheit, wie die besorgte Tierpflegerin weiß: "Ich hatte schon viel mit Enten zu tun, aber so etwas hatte ich noch nie." Auf der Tätersuche kam heraus, dass vermutlich Jugendliche dafür verantwortlich sind.

"Ich bin selber gebürtige Biberbacherin und kenne diesen Themenweg. Dort gibt's nichts, womit sich der Erpel hätte verbrennen können. Es ist zwar wunderschön dort, aber eine Katastrophe war es früher schon. Es sind einige Enten verschwunden, nicht nur Henry. Außerdem wurden Jugendliche beobachtet, wie sie Frösche mit einem Stock aufgespießt haben."

Bei der Polizei wurde zwar schon Anzeige erstattet, auf Tipps aus der Bevölkerung hofft der Tierschutzverein Ybbstal trotzdem.

"Henry" hat schlimme Verletzungen erlitten

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