Ungarn überfielen schlafende PKW-Insassen

Verfahrenshelfer Hans Jörg Haftner
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BEZIRK AMSTETTEN. Nachdem im November 2017 zwei von drei Ungarn am Landesgericht St. Pölten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren, endete nun auch der Prozess gegen ein 23-jähriges Bandenmitglied mit einer vierjährigen Freiheitsstrafe (nicht rechtskräftig).

Schlafende überrascht

Insgesamt 33 Einbrüche in Pkws sowie mehrere Wohnhauseinbrüche gehen auf das Konto des Trios und dessen Komplizen, die in wechselnder Zusammensetzung für einen Gesamtschaden in Höhe von 78.000 Euro verantwortlich sein sollen. Zwischen März 2016 und April 2017 hatte es die Bande vorwiegend auf Beute von Personen abgesehen, die auf Rastplätzen, unter anderem in Amstetten, Oed, Melk, Schallaburg und Kirchstetten, in ihren Fahrzeugen schliefen. Von den überrumpelten Opfern reagierten nur zwei Frauen mit Widerstand. Während die eine ihre Tasche mit beiden Händen festzuhalten versuchte, erfasste die andere den Arm des Einbrechers. In beiden Fällen blieben die Opfer erfolglos.

Geständnis des Ungarn

Staatsanwalt Patrick Hinterleitner konfrontierte den 23-Jährigen auch mit Wohnhauseinbrüchen in den Bezirken Melk und Lilienfeld, wobei der Beschuldigte schon im Vorfeld von anderen Bandenmitgliedern schwer belastet worden war. Verfahrenshelfer Hans Jörg Haftner verwies in seinem Plädoyer auf das Geständnis des Ungarn, das dieser spät aber doch gegenüber Richter Markus Grünberger ablegte.
Zuletzt stellte der 23-Jährige den Antrag, die Strafe in Österreich abzusitzen, da es in Ungarn die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung nicht gibt.

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