Ein Sommer ohne Stadtfest

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WAIDHOFEN. (AK) Nach zwei Jahren als Organisator sieht sich Martin Kirschner heuer außer Stande, das Waidhofner Stadtfest auf die Beine zu stellen. Als Grund nennt der Gastronom und Unternehmer die Subventionskürzungen der Stadt.
2009 übernahm Martin Kirschner die Organisation des Waidhofner Stadtfestes. „Davor war das Fest ein bisschen in Verruf geraten“, so Kirschner, der das Fest wieder für Familien und Kinder interessant machen wollte. Nachdem das Stadtfest 2009 mit tatkräftiger Unterstützung der Waidhofner Vereine auf die Beine gestellt wurde, konnte Kirschner 2010 mit dem „Nivea-Familienfest“ reüssieren.

Über 20.000 Besucher 2010
Das neue Konzept sei sehr gut angekommen, so Kirschner. Über 20.000 Besucher konnte man vergangenes Jahr verbuchen. Heuer wird es zu Maria Himmelfahrt in der Stadt der Türme wohl ruhiger zugehen, denn Kirschner sieht sich nicht in der Lage das Stadtfest in der bisherigen Größe ein weiteres Mal zu organisieren. „Die Stadt hat die Subventionen für heuer gestrichen“, so Kirschner. 10.000 Euro habe man 2009 und 2010 bekommen. Heuer würde die Stadt lediglich rund 7.000 Euro an Bauhofleistungen zur Verfügung stellen. Kirschner zeigt sich enttäuscht und sieht nicht ganz ein, warum die Stadt gerade hier den Rotstift ansetzt.
Obwohl schon im Vorjahr in Gesprächen mit Bürgermeister Mair klar geworden sei, dass es heuer keine Subventionen für das Stadtfest gebe, habe er versucht, ein solches auf die Beine zu stellen. Es habe sich aber gezeigt, dass sich das nicht ausgeht. „In Zeiten der Wirtschaftskrise ist es schwierig, Sponsorengelder zu bekommen.“ Dies habe der Gastronom in einem Brief der Stadtgemeinde auch mitgeteilt. Bis jetzt sei eine Antwort jedoch ausgeblieben. Das liege daran, dass es von Seiten der Stadt laufende Gespräche mit den Waidhofner Gastronomen, darunter auch Kirschner, gegeben habe, so Stadtsprecher Fritz Lengauer. Dass es keine Subventionen für das Stadtfest gebe, stimme so nicht, so Lengauer. Es gebe aus Spargründen keine Subventionen für die Organisatoren, um etwa auftretende Gruppen und Künstler zu bezahlen. Die Stadt würde jedoch bis zu 10.000 Euro in Form von Bauhof- und Infrastrukturleistungen zur Verfügung stellen, wenn sich Gastronomen eigenverantwortlich um die Organisation kümmern. „Es hat sich jedoch bisher kein Gastronom gefunden, der das Stadtfest organisiert“, so Lengauer.

Fest im kleineren Rahmen
Kirschner schließt indes nicht aus, dass er stattdessen ein Fest im kleineren Rahmen organisieren könnte. „Ich habe mich diesbezüglich bereits mit ein paar Waidhofner Wirten zusammengesprochen. Das ganze wird aber sicher nicht Stadtfest heißen, da es diesem Namen nicht gerecht werden kann.“

Kein Glücksrad und keine Nachwuchsbands: Das traditionelle Waidhofner Stadtfest droht heuer auszufallen.
Autor:

Bezirksblätter Amstetten / Ybbstal aus Amstetten

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