Equal Pay Day 2018:
Hürden beseitigen!

Die Vorsitzende der SPÖ Frauen Amstetten Stadt, Gemeinderätin Regina Öllinger, Brigitta Scherzenlehner, Gemeinderätin Birgit Hornes, Landesrätin und stv. Landesfrauenvorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig, Renate Höld und Gemeinderätin Elisabeth Stoiber machen auf den Equal Pay Day aufmerksam.
  • Die Vorsitzende der SPÖ Frauen Amstetten Stadt, Gemeinderätin Regina Öllinger, Brigitta Scherzenlehner, Gemeinderätin Birgit Hornes, Landesrätin und stv. Landesfrauenvorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig, Renate Höld und Gemeinderätin Elisabeth Stoiber machen auf den Equal Pay Day aufmerksam.
  • hochgeladen von Ines-Mercedes Freitag

Heuer findet der Niederösterreichische Equal Pay Day am 18. Oktober statt; im Bezirk Amstetten war dieser schon am 03. Oktober, 7 Tage später als im letzten Jahr. Es ist der symbolische Tag, ab dem Frauen bis Jahresende gratis arbeiten.

„Mit dem Equal Pay Day wird jedes Jahr symbolisch aufgezeigt, ab wann Frauen statistisch gesehen umsonst arbeiten, während Männer für ihre Arbeit weiter bezahlt werden“, erklärt stellvertretende Landesfrauenvorsitzende Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Die Berechnung basiert auf den ganz-jährigen Bezügen der Vollbeschäftigten. Der durchschnittliche Einkommensunterschied in NÖ zwischen Männern und Frauen liegt bei 20,4 Prozent. Im Bezirk Amstetten sind es gar 24,6 Prozent¹.

Zusätzliche Hürden tun sich auf

„Neben den bestehenden Benachteiligungen für Frauen wie schlechter bezahlte ‚typische Frauenberufe und Verdrängung in die Teilzeitarbeit, legt die schwarz-blaue Bundesregierung den Frauen noch zusätzliche Hürden in den Weg: Seit Anfang September gilt die 60-Stunden-Woche, der Ausbau der Ganztagsschulen wurde auf den St. Nimmerleinstag verschoben, für Frauenprojekte gibt es weniger Geld und bei der Lohntransparenz gibt es nichts als leere Ankündigungen!“, zeigt sich die Vorsitzende der SPÖ Frauen Amstetten Stadt, Gemeinderätin Regina Öllinger, enttäuscht.

12-Stunden-Tag drängt Frauen in Teilzeit

Langfristig sieht Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig folgende Konsequenz: „Frauen werden von der schwarz-blauen Bundesregierung durch diese unsoziale Politik noch mehr in Teilzeit gedrängt. Da-mit rückt das Ziel, die Lohnschere zu schließen, in weite Ferne.“ Nur jeder 2. Kindergartenplatz in Österreich sei mit einem Vollzeitjob vereinbar. Kaum ein Kindergarten hat länger als 12 Stunden geöffnet – in Niederösterreich ist es gerade einmal ein Prozent. 34 Prozent der NÖ Kindergärten haben weniger als acht Stunden offen. Im Durchschnitt bleiben Kindergärten, Krippen und Horte an 21,4 Tagen im Jahr zu – mit 30 Schließtagen ist Niederösterreich deutlich über dem Durchschnitt – und von den fünf Schließtagen in Wien weit entfernt².
Trotzdem mutet die schwarz-blaue Regierung den ArbeitnehmerInnen in Österreich 12-Stunden Tage und eine 60-Stunden-Woche zu.

Ausbau der Ganztagsschulen in weiter Ferne

In ganz Europa geht der Trend in Richtung Ganztagsschulen. „Wenn sich Unterrichts-, Freizeit und Lernzeiten abwechseln und die Hausübungen in der Schule erledigt werden, hat das viele Vorteile“, ist Regina Öllinger überzeugt. Der Ausbau einer flächendeckenden, qualitativen Kinderbetreuung als erster Bildungseinrichtung und der Ausbau von Ganztagsschulen seien wesentliche Voraussetzungen für mehr Chancengerechtigkeit, gelingende Integration und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Doch hier verkauft die Regierung schon die Rücknahme der Kürzungen beim Ausbau als vollen Erfolg“, sagt Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. „Wir werden uns weiter gegen diese Zustände wehren und uns für mehr Gleichberechtigung einsetzen!“, versprechen die beiden SPÖ Frauen.

¹Quelle: Statistik Austria, Lohnsteuerstatistik 2016; AK OÖ; Datenbasis: Durchschnittliche Jahres-Bruttobezüge der ArbeitnehmerInnen mit ganzjährigen Bezü-gen und Vollzeitbeschäftigung 2016 - wohnsitzbezogen: Basis für die regionale Zuordnung ist der Wohnort der/des Lohnsteuerpflichtigen, nicht der Arbeitsort. Auf volle Tage aufgerundet (abgerundet wurde für die Bezirke Bregenz, Deutschlandsberg, Eisenstadt, Imst, Schwaz, Spittal an der Drau, Vöcklabruck, Wien 22. Bezirk, Wr. Neustadt (Stadt) und das Burgenland) * Erforderlich, um Niveau des Männereinkommens zu erreichen (in % der Fraueneinkommen) ** Ö ohne unbe-kannter Wohnort, und ohne Ausland Generell gilt bei statistischen Interpretationen und für Bezirke, dass die Ergebnisse aufgrund geringer Fallzahl statistisch äußerst vorsichtig zu interpretieren sind
²Quelle: APA/Statistik Austria in Kurier-Artikel vom 12. Juli 2018

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