Ohne Wehrpflicht kein Katastrophenschutz

Stephan Pernkopf (r.), im Gespräch mit Oswald Hicker. In Pernkopfs Ressort fallen Landwirtschat, Jagd und Feuerwehr.
  • Stephan Pernkopf (r.), im Gespräch mit Oswald Hicker. In Pernkopfs Ressort fallen Landwirtschat, Jagd und Feuerwehr.
  • Foto: Martschini
  • hochgeladen von Oswald Hicker

Herr Landesrat, das Projekt Biosprit wurde von der EU gestoppt. Sie sind ein glühender Befürworter von Biosprit. War das eine Fehlentscheidung?

Pernkopf: Im Energiemix der Zukunft hat Biosprit sicher einen festen Platz. Ein Kniefall vor der Mineralöl-Lobby wie dieser kann die Entwicklung nicht aufhalten. Wichtig ist, dass für Biosprit lokale Produkte verwendet werden und nicht Palmöl importiert wird.

Das Argument war, dass Nahrungsmittel auf den Teller, nicht in den Tank gehören.

Das ist eine verfehlte Argumentation. Früher ist das Futter für die Pferde auch am Acker gewachsen, damals waren die Flächen dafür weit höher. In der Bioethanolanlage in Pischelsdorf werden etwa sechs Prozent des Produktionsüberschusses verarbeitet. Wenn wir das nicht machen würden, wäre Ländern mit Hungerproblem auch nicht geholfen, man muss dort Produktion aufbauen.

Ihnen untersteht auch der Hochwasserschutz.

In der Zeit von 2002 bis 2016 waren 380 Schutzprojekte geplant, 270 davon sind fertig. 800 Millionen Euro wurden investiert. Viele Flüsse haben wieder mehr Raum, wurden auch renaturiert. Derzeit arbeiten wir auch an neuen Alarmschutzplänen für Feuerwehren und Gemeinden, damit im Ernstfall alles noch besser funktioniert. Eines ist aber klar: Ohne Wehrpflicht kann ein Katastrophenschutz nicht funktionieren.

Der WWF will wieder Bären im Ötscherland ansiedeln. Angeblich wird mit Oberösterreich und der Steiermark darüber verhandelt, aber Niederösterreich steht beim Ötscherbären auf der Bremse.

Ich sage Ihnen klipp und klar: Mit mir wird es keine Wiederansiedelung von Bären in Niederösterreich geben. Wozu das letzte Projekt geführt hat, hat man gesehen. Die Bären sind unter ungeklärten Umständen verschwunden. Bei derart sensiblen Maßnahmen braucht es eine Mindestakzeptanz in der Bevölkerung vor Ort. Das sehe ich derzeit nicht.

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