Änderungen im Rathaus
Schwarz-Grün baut in Amstetten die Stadtverwaltung um

Präsentieren Pläne: "Vize" Dominic Hörlezeder, Bürgermeister Christian Haberhauer, Stadträtin Doris Koch und Stadtrat Stefan Jandl.
  • Präsentieren Pläne: "Vize" Dominic Hörlezeder, Bürgermeister Christian Haberhauer, Stadträtin Doris Koch und Stadtrat Stefan Jandl.
  • Foto: Stadtgemeinde Amstetten
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

Verwaltung in der Stadt wird umstrukturiert. Service für Amstettner soll verbessert werden. SPÖ übt Kritik.

STADT AMSTETTEN. Umwelt und Soziales, Bildung, Kultur und Tourismus – diese Bereiche will die schwarz-grüne Stadtregierung "massiv stärken". Das erklärt Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer. Dazu werden intern auch die Strukturen massiv umgebaut und die Abteilungen im Rathaus neu aufgestellt. Der "Servicegedanke" hätte "oberste Priorität", so Haberhauer. Er verweist auf Synergieeffekte.

Amtswege sollen einfacher und effizienter werden

Der Amstettner soll "auf kürzestem Weg das bekommen, was er will", sagt Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) und ergänzt: "Gerade in Zeiten wie diesen." Effizienter werden, Wege verkürzen und vereinfachen, besser werden sind die Schlagwörter der kommenden Umstrukturierung.

Umwelt: Ein soziales Thema in der Stadt

Die Ressorts werden jedenfalls künftig die politische Wirklichkeit abbilden. Die seit der letzten Wahl politisch unter der Leitung von Hörlezeder zusammengefügten Ressorts Umwelt, Soziales, Energie, Wohnen werden auch in der Verwaltung fusioniert. Nachhaltigkeit, Klimaschutz bekommen einen höheren Stellenwert, so der grüne Stadt-Vize, der auch das Ineinandergreifen von Umweltthemen und Sozialfragen betont.

"Ziel ist, das Service für die Amstettner zu verbessern und zu optimieren." Bürgermeister Christian Haberhauer

Amstetten setzt auf Tourismus

Große Veränderungen kommen auf den Kulturbereich zu. Kulturabteilung und Veranstaltungsbetriebe (AVB) werden zusammengelegt. Der gesamte Kultursektor wird unter einem Namen "als Großes und Ganzes" vermarktet, erklärt Stadtrat Stefan Jandl (ÖVP). Jandl setzt auf drei Säulen: Musicalsommer, Mainstream-Programm, Hochkultur. Bespielt werden soll dabei die Stadt, aber auch die Ortsteile – wird betont. Miteinher geht eine "starke Aufwertung" des Tourismus. Hier will sich die Stadt besser positionieren, neue Möglichkeiten ausschöpfen. Im Mittelpunkt steht das Schloss Ulmerfeld. Ein "touristisches Juwel" soll es werden, so Jandl. Neue Nutzungsmöglichkeiten sind in Planung, bestätigt der Bürgermeister – etwa ein Museum im Zusammenhang mit der Bewerbung für die Landesausstellung.

Gesamte Bildung in einer Hand in Amstetten

Auch der ganze Bereich der Bildung – vom Kindergarten über die Pflichtschulen bis hin zur Volkshochschule – wird zusammengefügt. Bislang waren die einzelnen Bildungsbereiche in verschiedenen Abteilungen aufgesplittet, berichtet Stadträtin Doris Koch (ÖVP). Ein historisch gewachsenes Zuständigkeits-Wirrwarr wird hier sozusagen aufgelöst. Auch Personalfragen werden im neuen Ressort bearbeitet und geklärt.

SPÖ übt Kritik am Eingriff in die Verwaltung

Kritisch und abwartend steht die SPÖ der Umstrukturierung im Amstettner Rathaus gegenüber. Immerhin wurde unter sozialdemokratischer Führung der Verwaltungsapparat aufgebaut und organisiert. "Eingebunden wurden wir in die Pläne zu keinem Zeitpunkt", sagt SPÖ-Klubsprecher Helfried Blutsch. Die SPÖ habe "die ersten Grundzüge" der Umstrukturierung "vor einigen Wochen" präsentiert bekommen.

„In vielen Bereichen wurde von der Verwaltung gut und effizient gearbeitet, und es stellt sich die Frage der Notwendigkeit dieses Eingriffs", hinterfragt Vizebürgermeister Gerhard Riegler (SPÖ) die Pläne. "Kritisch sehen wir vor allem die medial angekündigte Zusammenlegung der Kulturabteilung und der AVB. Hier werden massive Veränderungen angekündigt, ohne Details zu verraten."

Personelle Veränderungen im Amstettner Rathaus

Personelle Veränderungen wollte die Stadtregierung jedenfalls vorerst noch nicht bekannt geben. Im Laufe des nächsten Jahres soll der Prozess jedenfalls schrittweise vollzogen werden. Die Mitarbeiter wurden informiert.

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