So wird man reich: Mit der Todesangst

Die Sorge vor dem Untergang ist so alt wie die Menschheit. Johann Nepomuk Nestroy (1801 - 1862) hat schon 1833 im „Lumpazi Vagabundus“ ein Sittenbild davon gezeichnet. Sein Schustergesell „Knieriem“ versäuft die gewonnenen 30.000 Lotto-Taler, weil in einem Jahr ein Komet kommen wird und sich ein tugendhaftes Leben sowieso nimmer auszahlt. Heute ist es nicht anders, allerdings profitieren nicht mehr nur die Wirte von den Untergangsängsten.

Pharmakonzerne kassieren Milliarden mit der Pandemie-Angst und wir alle zahlen deswegen mehr Müllgebühr. Und so mancher vernünftige Bürger sagt mir derzeit, dass er sein Erspartes noch schnell verpulvert, bevor der Euro den Bach runter geht. Um mit Nestroy zu sprechen: „Do wird an hoit Angst und Bang: Die Wöd steht auf kan foi mehr lang..“

Autor:

Oswald Hicker aus Niederösterreich

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