Verfechter des neuen SP-Kurses

Alfredo Rosenmaier beim Geographie-Test. Städte wie Wr. Neustadt, St. Pölten, Waidhofen/Ybbs, Mistelbach oder Zwettl punktgenau ohne Orientierungsmittel auf die blanke NÖ-Karte zu setzen - da hat der SPNÖ-Klubchef keine großen Probleme. Als ehemaliger Landtagspräsident und Ecoplus-Aufsichtsrat hat er sein Land oft genug durchkämmt. Das Gespräch führte Peter Zezula (l.).
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  • Alfredo Rosenmaier beim Geographie-Test. Städte wie Wr. Neustadt, St. Pölten, Waidhofen/Ybbs, Mistelbach oder Zwettl punktgenau ohne Orientierungsmittel auf die blanke NÖ-Karte zu setzen - da hat der SPNÖ-Klubchef keine großen Probleme. Als ehemaliger Landtagspräsident und Ecoplus-Aufsichtsrat hat er sein Land oft genug durchkämmt. Das Gespräch führte Peter Zezula (l.).
  • Foto: Trimmel
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Als SPNÖ-Klubobmann sind Sie viel im Land unterwegs, lernten Sie schon alle Bezirke kennen?
In meiner Funktion als 3. Landtagspräsident und als Ecoplus-Aufsichtsrat habe ich vom Wald- übers Wein- übers Mostviertel und natürlich das Industrieviertel unseren Bezirk abgearbeitet. Daher: Es ist keine Umstellung, nur mehr Arbeit.

Der neue Weg der SPÖ, weg vom Crashkurs, macht das bislang Sinn?
Es gibt ein Arbeitspapier, das die ÖVP und wir in vielen gemeinsamen Stunden ausgearbeitet haben. Darin haben wir die Zusammenarbeit für die kommenden fünf Jahre festgelegt. Sowohl bei uns als auch bei der ÖVP gibt es dabei „No-Go‘s“, die nicht angetastet werden. Ich kann nur sagen, dass es bis dato perfekt funktioniert. Ich werte das so, dass die ÖVPNÖ genauso an einer ehrlichen Zusammenarbeit interessiert ist.

Thema Budget, früher immer ein „Streitthema“:
Wichtig war uns das Spekulationsverbot. Wir werden keinesfalls ohne wenn und aber immer einem Budget in allen Facetten zustimmen. Wenn wir nicht mitgehen, dann muss man das im Vorfeld besprechen und abklären und nicht erst im Landtag alle überraschen damit.

Weiterer Brennpunkt waren bislang immer die Veranlagungen.
Ganz, ganz wichtig war uns ein lückenloser Einblick in die Veranlagungen. Das funktioniert perfekt, wir haben gemeinsam eine Arbeitsgruppe installiert, die sich da jetzt durcharbeitet. Die hochbrisanten Dinge wurden als erstes begutachtet. Unser Experte Andreas Staribacher beurteilt die Veranlagungen derzeit in einer Expertise. Dernach ist die Veranlagung auf einem sehr guten Weg und eher schon als konservativ zu bezeichnen. Also wirklich gut. Ohne Risiko im Leben geht gar nichts, jedoch wird die Veranlagung jetzt täglich kontrolliert.

Die Ansichten von ÖVP und SPÖ über die Sinnhaftikeit von Bezirkshauptmannschaften sind ebenfalls grundverschieden. Ihre Partei wollte die BH‘s doch schon ganz abschaffen, oder?
Ds hört sich alles so grob an. Wenn man sich für die Zukunft fit machen will, muss man Strukturreformen andenken. Dabei darf es keine Tabus geben. Bei der genauen Analyse muss man jedoch alle miteinbeziehen, die bislang Eckpunkte in den betroffenen Regionen waren. Das betrifft Bezirkshauptmannschaften genauso wie Gemeinden und Bürgermeister. Eine solche Analyse wird man jetzt in Auftrag geben müssen.

Wie stehts mit der Zusammenarbeit mit den Oppositionsparteien? Die Grünen sind ja über Euren „Kuschelkurs“ nicht begeistert.
Es war mir klar, dass diese Aussagen wie ,Kuschelkurs‘ kommen, aber ich tu mir dabei unglaublich leicht. Da gibt es von mir eine ganz klare Antwort: Wer mitgestalten will, muss auch mitverantworten, davon bin ich überzeugt. Opposition ist einfacher als mitbestimmen, da hat parteipolitische Kleinkarriertheit keinen Platz. Als Politiker muss man mit jedem reden können, sonst hab ich den Beruf verfehlt.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen mit dem Team Stronach?
Das Team Stronach hat es insofern wahnsinnig schwierig, weil normal müsste man das Wort „Team“ eigentlich streichen. Das Team heißt Frank. Und wenn der Frank heute sagt, sie müssen alle auf links springen, dann müssens auf links springen und umgekehrt. Die werden noch viel Zeit brauchen, um sich einzuleben.

Alfredo Rosenmaier beim Geographie-Test. Städte wie Wr. Neustadt, St. Pölten, Waidhofen/Ybbs, Mistelbach oder Zwettl punktgenau ohne Orientierungsmittel auf die blanke NÖ-Karte zu setzen - da hat der SPNÖ-Klubchef keine großen Probleme. Als ehemaliger Landtagspräsident und Ecoplus-Aufsichtsrat hat er sein Land oft genug durchkämmt. Das Gespräch führte Peter Zezula (l.).
Autor:

Peter Zezula aus Niederösterreich

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