Einblick und Ausblick
14.000 Amstettner derzeit in Kurzarbeit

Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten, Harald Vetter
  • Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten, Harald Vetter
  • Foto: B. V. Ederer
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

BEZIRK AMSTETTEN. Ende April waren im Bezirk 3.561 Personen (1.790 Männer, 1.771 Frauen) beim AMS Amstetten arbeitslos vorgemerkt. Verglichen mit dem April des Vorjahres sind das um 1.826 Personen (+105,2 Prozent) mehr. Damit hat sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen im Bezirk Amstetten im Jahresvergleich mehr als verdoppelt.

Steigerungen von mehr als 100 Prozent verzeichnen alle Bezirke im Mostviertel. Diese große Steigerung sieht im NÖ-Vergleich (+69,8 Prozent) zwar "dramatisch schlechter" aus, erklärt sich aber aufgrund des Vergleichs mit der Vollbeschäftigung im Mostviertel vom Vorjahr, erklärt Harald Vetter, Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten. Ein "kleiner Lichtblick" ist zumindest doch, dass sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Ende März (3.615) dieses Jahres nicht nochmals erhöht hat, sondern 1,5 Prozent zurückgegangen ist.

Blick in die Zukunft

„Wir gehen zwar davon aus, dass viele der im März/April arbeitslos gewordenen Personen bei einer Normalisierung der Lage wieder bei ihren Stammbetrieben die Arbeit aufnehmen können, trotzdem müssen wir uns auch im Bezirk Amstetten in den nächsten Monaten auf eine hohe Arbeitslosigkeit einstellen“, so Vetter. „Vor allem bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder ohne Ausbildung ist die Gefahr der Verfestigung von Arbeitslosigkeit auch bei verbesserter Wirtschaftslage groß“, so Vetter weiter.

Kurzarbeit im Bezirk

Der Kurzarbeit sei es zu verdanken, dass die Arbeitslosigkeit im Bezirk nicht in noch "dramatischere, unvorstellbare Höhen" geklettert ist. Bis Anfang Mai haben 900 Betriebe für mehr als 14.000 Beschäftigte im Bezirk Amstetten Kurzarbeit aufgrund der Corona-Krise beim AMS beantragt. „Vom Kleinunternehmen mit einem Mitarbeiter bis hin zu großen Industriebetrieben wird die Kurzarbeitsbeihilfe in Anspruch genommen und rettet so enorm viele Arbeitsplätze in der Region“, so Harald Vetter.

Autor:

Thomas Leitsberger aus Amstetten

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