Umwelt
Bezirk Amstetten spart 30.500 Autos ein

Anton Kasser (GDA)

Amstettens Haushalte im Test: Das tut der Bezirk gegen eine mögliche Klimakatastrophe.

BEZIRK AMSTETTEN. Der Klimawandel steht nicht nur vor unserer Tür, er hat bereits seinen Fuß ins Mostviertel gesetzt. Weltweit werden von Experten vehement Maßnahmen gegen die sich anbahnende Klimakatastrophe gefordert – mit oftmals mäßigem Erfolg. Doch wie schaut es eigentlich im Bezirk mit dem Klimaschutz aus? Die BEZIRKSBLÄTTER Amstetten schauten sich direkt in den Haushalten um.

Sauberer Strom aus dem Bezirk

Im Bezirk Amstetten (inklusive Magistrat Waidhofen) erzeugen derzeit 3.985 PV-Anlagen, 9 Biogasanlagen, 4 Biomasse-KWK-Anlagen und 66 Kleinwasserkraftwerke sauberen Strom für 48.910 Haushalte. "Das hilft dem Klima, schafft Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze in unserer Region", sagt Anton Kasser, Obmann des Gemeinde Dienstleistungsverbandes Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben (GDA).
"Die Zukunft unserer Energieversorgung liegt in den erneuerbaren Energien. Wasser, Sonnenlicht, Windkraft und Erdwärme helfen uns, sauberen und nachhaltigen Strom zu produzieren und gleichzeitig das Klima zu schützen", betont Kasser.

Sauber unterwegs in NÖ

Seit Ende 2015 deckt das Land NÖ 100 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Seit dem Jahr 2017 sind rund 5.000 Elektro-Pkws auf Niederösterreichs Straßen unterwegs. "Die Anschaffung eines Elektro-Pkws wird finanziell erleichtert und auch mit der Maßnahme ‚Raus aus dem Öl‘ wird der Umstieg auf alternative Heizkessel mit bis zu 3.000 Euro unterstützt“, berichtet dazu LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Raus aus dem Öl

Der Bezirk Amstetten verzeichnet tatsächlich einen Rückgang von Ölheizungen. Das Ergebnis für die Umwelt kann sich sehen lassen. "Es ist wichtig, dass wir aus dem Öl für private Anwendungen endgültig aussteigen", betont Anton Kasser, Obmann des Gemeindedienstleistungsverbandes Amstetten (GDA). Bereits seit 2004 zeigt sich in allen Gemeinden der Region Amstetten ein Trend weg von Ölheizungen in Privathaushalten, hin zu alternativen Energien und nachwachsenden Rohstoffen.

Ausgezeichnete Gemeinden

Besonders ausgezeichnet haben sich Euratsfeld, Amstetten und Seitenstetten, wobei den höchsten Rückgang Euratsfeld verzeichnen konnte. Dort wurden immerhin 48 Prozent der Nennwärmeleistung von Ölheizungen im Zeitraum 2004 bis 2018 reduziert. Knapp dahinter mit 47 Prozent liegen Amstetten und Seitenstetten. Die Gemeinden wurden nun mit dem "Energietrend" ausgezeichnet, den der GDA Amstetten seit 2007 für besondere Leistungen im Umgang mit nachhaltigen Technologien und Umweltschutz verleiht.

30.500 eingesparte Pkws

Über alle 35 Gemeinden der Region Amstetten ergibt sich in 14 Jahren ein Rückgang von immerhin durchschnittlich 36 Prozent der Nennwärmeleistung aus Ölheizungen. Dies bringt eine CO2-Einsparung von knapp 63.300 Tonnen mit sich, oder veranschaulicht dargestellt sind dies rund 30.500 eingesparte Pkws mit einer Jahresleistung von 15.000 km.

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