Das sind Amstettens "Bioniere"

Äpfel, Brot oder Ei: "Bei einem Bio-Ei schmeckst du im Dotter das pure Leben", sagt Cilli Deinhofer, hier mit Sohn Johannes.
  • Äpfel, Brot oder Ei: "Bei einem Bio-Ei schmeckst du im Dotter das pure Leben", sagt Cilli Deinhofer, hier mit Sohn Johannes.
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

BEZIRK AMSTETTEN. Immer mehr Konsumenten wollen mit gutem Gewissen genießen. Bio allein ist gut, noch besser sind Biolebensmittel aus der Region. Die BEZIRKSBLÄTTER haben den Bezirk Amstetten dem "Bio-Check" unterzogen und die Familie Deinhofer im Amstettner Ortsteil Allersdorf besucht. Seit 27 Jahren führen die Deinhofers ihren Betrieb "biologisch" – seit 22 Jahren mit Hofladen.

Besuch bei den Deinhofers

"Gebäck, Mehlspeisen, Gemüse oder Getreide", zählt Cilli Deinhofer einen Teil des Angebots im Hofladen auf, während das frisch gebackene Brot zu riechen ist. "Hier wird seit 21 Jahren täglich Brot gebacken", so die Amstettnerin über Dinkelvollkorn-, Flohsamen- und Hausbrote. Was nicht selbst produziert wird, wird zugeliefert, etwa Fleisch aus der Fachschule Hohenlehen. Die Nachfrage steigt, man könne gar nicht allem nachkommen, darunter Nischenprodukte wie Fleisch- und Grammelknödel oder Gemüselaibchen. "Auch Puten, Hendl und Schweindl könnten wir in der Region mehr brauchen", meint sie.

Bio "ist nicht teurer"

"Bio ist sicher ein Trend", meint Johannes Deinhofer. Der 23-jährige Sohn und Nachfolger im Bio-Geschäft ist mit der nachhaltigen Produktions- und Lebensweise aufgewachsen. Ich habe schon von klein auf mitgeholfen", erzählt er. Es sei ein eigener Lebensstil, erklärt Cilli Deinhofer, der sich auf das Wesentliche besinnt und aussagt: "Ich bin es mir wert, das Beste einzukaufen." Dabei sei Bio "absolut nicht teurer", betont sie. Man müsse nur die regionale Wertschöpfung mitbedenken und natürlich die Folgekosten für die eigene Gesundheit, die man sich dadurch ersparen könne. So wird auch die Beratung hinsichtlich Allergien, Gluten und Laktoseintoleranz stets wichtiger.

Bio: Eine "Überlebensstrategie"

Die Spezialisierung ist aber auch eine Möglichkeit, um als kleiner Betrieb überleben zu können. "Marktnischen bieten viele Möglichkeiten, sich zu entfalten", sagt dazu Bernhard Ratzinger, Kammersekretär der Bezirksbauernkammer (BBK) Amstetten.

Bio und regional verwurzelt

Den Trend zu "Bio" kann Ratzinger bestätigen. Man dürfe dabei aber die regional verwurzelten Produkte nicht aus den Augen verlieren, betont er. Das sieht Cilli Deinhofer ähnlich: Bio und Regional wäre schließlich das Optimum. "Bevor man eine biozertifizierte Nuss aus Frankreich kauft, sollte man lieber zum Nachbarn schauen", bringt es Cilli Deinhofer auf den Punkt. Alles, was in heimischen Gärten produziert wird, sei "ein Gewinn für die Region".

Zur Sache: 20 Prozent der bäuerlichen Betriebe in NÖ werden biologisch bewirtschaftet. Das sind 5.280 Betriebe. Im Bezirk Amstetten bewirtschaften 525 Biobauern 10.956 Hektar.

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