PV-Atlas
Die Gemeinden des Bezirks Amstetten im Photovoltaik-Check

Ein Blick auf die Photovoltaik-Anlagen im Bezirk Amstetten.
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  • Ein Blick auf die Photovoltaik-Anlagen im Bezirk Amstetten.
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Städte der Region im Photovoltaik-Check: Das ist der aktuelle "Sonnenstand" im Bezirk.

BEZIRK AMSTETTEN. Hallenblock B3, Umdaschgelände, Amstetten: Die Umdasch Group errichtet dort eine Photovoltaik-(PV)-Anlage mit einer Leistung von 500 Kilowatt-Peak (kWp). Ab Sommer wird diese schrittweise erweitert und in Summe werden 910.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr in das hauseigene Stromnetzwerk eingespeist. Dies entspricht einem jährlichen Energieverbrauch von etwa 200 Einfamilienhaushalten (mit jeweils vier Personen).

Meilenstein der Stadtwerke

Auch andernorts in Amstetten setzt man auf Sonnenenergie – aktuell am Dach des Parkdecks beim Klinikum. Die Anlage mit 147,70 kWp Leistung sei "ein weiterer besonderer Meilenstein", so Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner. In Abstimmung mit der Stadt sollen möglichst viele Gemeindedächer für Sonnenstrom nutzbar gemacht werden.

Vergleich: Sonne und Wasser

340.000 kWh wurden 2020 durch die Stadtwerke-eigenen PV-Anlagen produziert. Das ist eine Steigerung von 82 Prozent in einem Jahr. Zum Vergleich: Das Ybbskraftwerk der Stadtwerke in Allersdorf produziert 15 Millionen kWh Strom im Jahr.

Auf dem Parkdeck beim Landesklinikum: Jürgen Hürner, Heinz Ettlinger, Christian Nagelhofer, Dominic Hörlezeder.
  • Auf dem Parkdeck beim Landesklinikum: Jürgen Hürner, Heinz Ettlinger, Christian Nagelhofer, Dominic Hörlezeder.
  • Foto: Stadtwerke/Permoser
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Nachfrage steigt weiter

Die Nutzung der Sonnenkraft ist aber wesentlich mehr als ein Tropfen auf das heiße Blechdach der Energiegewinnung. "Wir nehmen eine verstärkte Nachfrage vonseiten der Privathaushalte wahr und errichten zunehmend kleine Anlagen für die Eigenheime der Bevölkerung", so Christian Nagelhofer. Er ist bei den Stadtwerken für erneuerbare Energien verantwortlich. Außerdem sind Batteriespeichereinheiten wesentlich stärker nachgefragt. "Der Kunde möchte Strom mittels Sonnenenergie selbst produzieren und den Überschuss für den Eigenbedarf speichern, anstatt ihn in das Stromnetz einzuspeisen", erklärt Nagelhofer.

Interesse: "hervorragend"

Der Ausbau von PV-Anlagen sei ein gutes Investment, heißt es von Finanzstadtrat Heinz Ettlinger. „Der Umbau des Energiesystems wird stark gefördert und gibt uns Investitions- und Planungssicherheit in der Umsetzung." Das Interesse sei "sowohl bei Wirtschaftstreibenden als auch bei Privatpersonen hervorragend", bestätigt der Stadtrat. Um die Nachfrage weiter voranzutreiben, sei es laut Amstettens Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder notwendig, "die Genehmigungsverfahren bestmöglich zu entbürokratisieren und Investitionen in Erzeugungs- und Speicherungsanlagen zu ermöglichen".

Bauen, umstellen, sparen

Auch abseits der Bezirkshauptstadt wachsen Kraftwerke auf den Dächern. "Das Ziel ist, auf möglichst vielen öffentlichen Gebäuden PV-Anlagen zu errichten", so Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr. Zugleich soll der Energieverbrauch reduziert werden. Michlmayr verweist etwa auf die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. 1,4 MWh verschlingen die Gemeindegebäude. Durch PV-Anlagen unter anderem auf der Mostviertelhalle und bald auf dem Wirtschaftshof des Tierparks kommen davon künftig rund 400 kWh aus der Kraft der Sonne. Mehr Energie aus Sonnenkraft ist auch das Credo in Waidhofen. Im Vorjahr beschloss dort der Gemeinderat das "Manifest" für klimaaktive Standortentwicklung. "In einem ersten Schritt sollen 2021 vor allem Anlagen mit einer Leistung von rund 500 kWp errichtet und betrieben werden", so Bürgermeister Werner Krammer. Mögliche Standorte: Kläranlage, Schulzentrum und Sporthalle.

Mehr Infos:
Mehr Informationen zu Förderungen der Stadt Amstetten gibt es hier.
Mehr Hintergrundinfos zu PV-Anlagen gibt es hier.

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Auf dem Parkdeck beim Landesklinikum: Jürgen Hürner, Heinz Ettlinger, Christian Nagelhofer, Dominic Hörlezeder.
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