24.07.2017, 21:51 Uhr

Der Flugfelder Kirchenchor aus Wiener Neustadt nahm mit "6 Stimmen" an der Familiensingwoche im Mostviertel teil !

Jubiläumskonzert - Waidhofen
Hohenlehen: Bergbauernschule | Die Kultur Region Niederösterreich - Bildung hat Wert (BhW) - organisiert alljährlich Bildungswochen für das Familiensingen. Zum diesjährigen 60. Bestandsjubiläum dieser äußerst beliebten Familiensingwochen trafen einander 140 Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen Niederösterreichs, sowie aus den benachbarten Bundesländern in der Bergbauernschule - Hohenlehen an der Ybbs im Mostviertel.

Unter ihnen befanden sich diesmal zum 10. Mal 6 Stammgäste vom Wiener Neustädter Kirchenchor der Flugfeldpfarre St. Anton, für die diese Woche nicht nur eine wahre Chorliteraturquelle, sondern darüber hinaus ein langjähriges und durchaus berührendes Treffen gleichgesinnter Familien bedeuten.

Die große Anzahl der Teilnehmer setzte sich aus allen Altersgruppen, den 9 drei- bis sechsjährigen "Käferln", den 15 sechs- bis zehnjährigen "Vogerl", den 12 zehn- bis fünfzehnjährigen "Blumen" und den 90 Erwachsenen unter der bewährten Leitung von Prof. Mag. Johannes Dietl, der mit seinen 11 Referenten seit 1987 bereits 19 Familiensingwochen und wie die Teilnehmeranzahl zeigt, diese bisher stets sehr erfolgreich geleitet hat.

Das Schwergewicht in diesen Tagen galt entsprechend der Überschrift dieser Familienwoche natürlich dem Gesang zeitgenössischer christlicher und weltlicher Literatur mit und ohne Instrumentalbegleitung. Aufgelockert wurden diese Einheiten mit Volkstanz, Line Dance, Fackeltanz, sowie mit Bastelangeboten und erfrischenden Bade-, Schwimm- und Wassersprungangeboten in der Ybbs.

Der erste Höhepunkt war das Sommerfest in der Wochenmitte, bei dem alle Gruppen ihre bisher einstudierten Gesänge, Instrumentalbeiträge und Tanzvariationen präsentierten. Mit dem Einbruch der Dunkelheit entzündeten alle Teilnehmer Fackel und marschierten mit frisch-fröhlichem Gesang vom Schloss Richtung Lagerfeuerplatz. Dort versammelte man sich rund um die vorbereitete Holzpyramide des Lagerfeuers und es folgte zunächst ein stimmungsvoller Fackeltanz.

Gleichzeitig mit dem Entzünden des Lagerfeuers begann eine längst-jährige Teilnehmerfamilie mit der Zubereitung des seit Jahrzehnten beliebten Kaiserschmarrens für alle Teilnehmer vor.

Groß waren alle Augen der Kinder, als sich dieses Lagerfeuer rasch in die Höhe ausbreitete und damit die rundum versammelten "Hohenlehner" hell erleuchtete. Entsprechend einem weiteren langjährigen Brauch sprangen nach dem Abbrennen des Feuers die Teilnehmer über den noch glühenden Aschenberg, nicht ohne vorher lautstark einen Zweizeiler von sich zu geben. In diesen Texten waren verschiedenste kritische Empfindungen und Erlebnisse der bisherigen Woche besonders humorvoll verpackt und ernteten von den Umstehenden immer wieder herzlichste Zustimmung.

Gerade für die Kinder bot sich in dem weitläufigen, inmitten der umgebenden Wälder befindlichen Areal entlang der Ybbs genügend Gelegenheit zum Ballspielen und Radfahren, für Stallbesuche bei Kühen, Schweinen, Gänsen, Enten, Hühnern und Schafen an. Nicht nur einmal wurden die Kinder in all den Jahren Zeugen von unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen der Ferkel- und Kälbergeburten, sodass man - wenn man auf der Suche nach den Kindern war - sie dort sicher gefunden hat.

Die Mitarbeiter, der in dieser Schule untergebrachten Tischlerei fertigten mit den Kindern Laternen an, die sie dann beim Fackeltanz um das große Lagerfeuer mit besonderem Stolz präsentieren durften.

Anlässlich des besonderen Jubiläumsjahres: "60 Jahre Familiensingwochen in Hohenlehen" studierten die Teilnehmer diesmal ein großes Konzertprogramm für Waidhofen an der Ybbs mit dem Titel "Klingende Vielfalt" ein. In Anwesenheit der Landesrätin Barbara Schwarz sowie weiterer Vertreter des öffentlichen Lebens wurden alle verdienten Leiter und Referenten der Familiensingwochen aus den vergangenen 60 Jahren geehrt.

Eine berührende Besonderheit war wohl die Anwesenheit von Frau Elisabeth Pilgrab, die als eine der ersten Teilnehmerinnen bereits im Jahre 1957 mit dabei war. Mit ihren 91 Jahren erzählte sie von damals und ihre Tochter las aus ihrem Tagebuch von dieser Gründungsveranstaltung der Familiensingwochen.

Das "für die große Liebe keine Entfernungen zu weit ist", trifft sowohl für die Begeisterung vieler Teilnehmer, als auch für einige Referenten zu, wie dies insbesondere die zwei nachstehend angeführten Beispiele von großer und sehr großer Entfernung nach Hohenlehen bestätigen:

Die Referentin Monika Bertle, die mit den Familiensingwochen "aufgewachsen" ist, lebt seit Jahren in Vorarlberg und führte mit ihren kindergerechten pädagogischen Fähigkeiten die Kinder in Hohenlehen zu höchster Begeisterung.

Dass sogar die Entfernung nach Übersee kein Hindernis bedeutet, beweist Frau Maria Löwenstein. Auch sie ist mit den Familiensingwochen aufgewachsen und obwohl sie schon seit 13 Jahren in Los Angeles lebt, lässt sie es sich nicht entgehen, immer wieder - so auch heuer - in ihrer alten Heimat an den erfüllenden "Familiensingwochen" teil zu nehmen.

Nach einem herzlich - fröhlichen und traditionellen Abschlussabend mit wahrlich hochwertigen & besonders humorvollen Erlebnisbeiträgen der vergangenen Woche verabschiedeten sich die Teilnehmer nach dem Sonntagsgottesdienst, den sie in der Bergbauernschule natürlich sowohl mit Gesang, als auch mit Instrumentalbeiträgen begleiteten.

Inmitten eines großen Abschlusskreises und einem Tanz zum irischen Volksgesang: "Down by the sally gardens" verdrückte dann so manche/r noch die eine oder andere Träne, allerdings mit dem Trost der Wiedersehensvorfreude im nächsten Sommer.

Mit einem "Einstimmigen Dankeschön" an Johannes Dietl, an seine Frau Susi und den Referenten für diese Familienwoche möchten sich alle Teilnehmer für diese äußerst professionell geführte und reibungslos organisierte berührende Familiensingwoche in Hohenlehen auch auf diesem Weg "nochmals herzlichst bedanken"!

Keinesfalls unbedankt mögen die wunderbaren "Rahmenbedingungen" bleiben, mit denen uns der Direktor der Bergbauernschule Ing. Leo Klaffner und sein Team mit ihrer vorzügliche Küche und der wunderbaren Unterkunft "verwöhnt" haben !

Hans Machowetz,
Angehöriger des Kirchenchores der Flugfeldpfarre St. Anton in Wiener Neustadt

Bisherige Berichte von den Familiensingwochen "googeln" unter:
Bezirksblätter Machowetz Familiensingwochen

Fotos:
- Hans Machowetz (Teilnehmer)
- Alfred Luger (BhW)

Am 1. Gruppenbild - Kirchenchorteilnehmer St. Anton - v.l.n.r.:
1. Reihe
Julia Jungwirth, Jakob Leitner, Matthias Leitner,
2. Reihe
Julia Schneider, Andrea Schneider, Angelika Jungwirth,
3. Reihe
Astrid Leitner, Manuel Schneider, Hans Machowetz,

Am 2. Gruppenbild - Ehrung besonderer Persönlichkeiten - v.l.n.r.:
Maria Löwenstein, Elisabeth Pilgrab, LR Barbara Schwarz, Tochter v. Fr. Pilgrab,

Am 3. Gruppenbild - Kirchenchorteilnehmer St. Anton - v.l.n.r.:
Doris Fischer-Skopek, Astrid Leitner, Hans Machowetz, Angelika Jungwirth,
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