11.09.2014, 13:33 Uhr

Bergung von Weltkriegsrelikten in Waidhofen/Ybbs

Bergung einer Panzerfaus in Waidhofen: Vorsichtig bergen die Spezialisten die Abschussvorrichtung einer Panzerfaust. Sofort wird klar, dass darin noch Reste der hochexplosiven Treibladung stecken. (Foto: Höbarth)

Melker Pioniere unterstützen Entminungsdienst

Mit Tauchern, Spezialgeräten und einem Pionierboot unterstützen Melker Pioniere den Entminungsdienst des Bundesheeres bei der Räumung von Weltkriegsrelikten in Waidhofen/Ybbs. Die Mitarbeiter des Entminungsdienstes sind Experten für alle Arten von Munition, welche aus der Zeit vor 1955 stammen und auf österreichischem Bundesgebiet aufgefunden werden.

Gefährliche Altlasten

„Vorrangig bergen wir hier abgelegte Munition und Kampfmittel, die kurz vor oder nach Kriegsende so entsorgt wurde, dass man sie kurzerhand in Gewässer warf. Wechselnde Wasserstands- und damit auch wechselnde Strömungsverhältnisse bringen diese noch immer gefährlichen Altlasten zum Vorschein“, erklärt der Kommandant vor Ort Andreas Bednarek.

2.000 Meter in drei Tagen

Den Tauchern des Entminungsdienstes stehen dazu Pioniertaucher und eine Bootsbesatzung zur Seite. In einem Zeitraum von drei Tagen werden etwa 2.000 Meter Wasserlauf abgesucht und geräumt. Dabei werden die Spezialisten an ihren ungewöhnlichen Arbeitsplätzen mit versandetem Flussgrund konfrontiert, der das Lokalisieren der bislang unverrotteten Kriegsmaterialien erheblich erschwert. Die aufgefundenen Relikte werden geborgen und bis zu deren Vernichtung in sicheren Bunkeranlagen gelagert.
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