20.03.2017, 14:00 Uhr

"Blut zu spenden ist Ehrensache"

Abnehmehelferin Anna Horodecka vom Roten Kreuz in Kematen "zapft" das Blut von Spender Andreas Sladkovsky.

Zwischen Tradition und Hilfsgefühl: In der Rot-Kreuz-Dienststelle Kematen wurde wieder Blut gezapft.

KEMATEN. 42 Tage. So lange hält eine Blutkonserve. Damit das Blut den Krankenhäusern und Ärzten aber nicht ausgeht, finden fast täglich in ganz Österreich Blutspendeaktionen statt. Die BEZIRKSBLÄTTER waren bei einer solchen Aktion mit dabei und haben sich angesehen, was beim Blutspenden eigentlich genau passiert.

Warten, um zu helfen
Im kleinen Vorraum der Rot-Kreuz-Dienststelle in Kematen warten bereits die ersten Spender. In den Händen halten sie ein ausgefülltes Formular, welches Angaben über ihre Person beinhaltet. Die Beweggründe, warum sich jemand Zeit nimmt, um Blutspenden zu gehen, sind verschieden: "Wir sind damals immer von der Firma Umdasch aus regelmäßig zum Blutspenden gegangen. Ich habe diese Tradition einfach beibehalten", erzählt die 59-jährige Anna Islam.
"Bei mir hat es beim Bundesheer mit dem Blutspenden begonnen. Seither gehe ich drei bis vier Mal im Jahr spenden. Und das schon seit fast 40 Jahren", berichtet Dietmar Sonnleitner.

Der "Blut-Check"
Für die leitende Ärztin, Gertrud Naglreiter, ist das Abzapfen von Blut Alltag geworden. Heute ist sie zudem mit der "Testung" betraut. Dabei wird der Spender vorab auf seinen aktuellen Gesundheitszustand kontrolliert. Denn nur wer gesund und fit ist, wird auch zur anschließenden Blutspende zugelassen. Im Gegensatz zur Blutkontrolle soll man bei der Blutspende nicht nüchtern sein, sondern sowohl davor als auch danach essen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Musik zum Blutspenden
Im Blutspenderaum der Dienststelle selbst stehen fünf Liegetische – allesamt besetzt mit Spendern. Im Hintergrund läuft – passend zur Thematik – der Musik-Ohrwurm aus den 70er-Jahren "You can get it if you really want". Ein knapper halber Liter Blut wird von den Abnehmehelfern des Roten Kreuzes pro Spender abgezapft.
Ob es weh tut? "Man spürt überhaupt nichts", sagt Andreas Sladkovsky. "Außerdem ist Blut zu spenden eine Ehrensache. Man tut es, um zu helfen."
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