04.11.2016, 08:41 Uhr

Feinschmecker: Das Bauchgefühl der Amstettner

Evelyn und Angelika Kappl aus Biberbach.

Das lassen sich die Amstettner schmecken: Die Bezirksblätter auf "Lokalaugenschein".

BEZIRK AMSTETTEN. In den Küchen der Restaurants, Wirtshäusern und Lokalen quer durch den Bezirk gibt es allerhand Schmankerl und Besonderheiten zum Entdecken und Genießen. Die BEZIRKSBLÄTTER blickten hinter die Kulissen der vierFeinschmeckerpass-Betriebe und suchten das "Bauchgefühl" der Amstettner.

Kraft aus dem Suppentopf

Wer sich bei frisch-trübem Herbstwetter etwas Aufwärmen möchte, für den empfiehlt sich die Suppothek des Gasthauses Kappl in Biberbach. Der Suppentopf ist so groß wie eine Badewanne, verraten Angelika und Evelyn Kappl. Klassiker ist die Rindsuppe: "So eine Rindsuppe gibt einem abends Kraft zum Tanzen", meint Angelika Kappl und berichtet von Einlagen wie Fritatten, Nudeln und hausgemachten Erbsen.

Mit der "Suppe to go" – also der Suppe zum Mitnehmen – haben die Biberbacher Suppenfeen eine einmalige Marktlücke in der Region entdeckt, von der auch ihre Zutaten kommen. So gibt es etwa eine eigene Rinderzucht.

"Essen macht glücklich"

Den Amstettnern "schmeckt, was wirklich aus der Region ist", sagt Melitta Ott vom Mostviertlerwirt in Seitenstetten und erzählt von Mostschaumsuppen mit Apfelknödel und Mostbraten mit Serviettenknödel.

Ein guter Schweinsbraten und ein Schnitzel werden "immer gehen", so Ott über Geschmackserinnerungen an die Oma, Besonderheiten des Butterschmalzes und den brutzelnden Schnitzeln in der großen Pfanne. "Da rührt sich was in der Pfanne", meint sie. "Essen macht glücklich", erklärt Melitta Ott und weiß auch warum: Gutes Essen, Trinken und gute Gesellschaft sorgen für Glücksmomente.

Geschmack bleibt nicht stehen

Ein Rinderfiletsteak vom Bio-Rind aus Hohenlehen oder lieber doch ein veganes Kürbis-Wurzelgemüse. Die Gäste würden großen Wert auf Produkte aus der Region legen, erklärt Alfred Nowotny von WYNO – Speisen & Weinbar aus Waidhofen.

Zugleich verleiht Nowotny diesen allerdings einen "internationalen Touch", etwa mit asiastischen Einflüssen. Mit den veganen Angeboten habe man "einen Nerv getroffen", erzählt er von geänderten Essgewohnheiten. Deshalb dürfe man auch hinter dem Herd "nicht stehenbleiben", man müsse experimentieren und probieren, ist er überzeugt.

Auf internationale Gerichte mit Produkten aus der Region – der Fleischer ist etwa aus Amstetten – setzt auch Rami Abu Zahra von der Grillbar in Amstetten.

"Wir sind Slow Food"

70 Prozent Burger, 20 Prozent Steaks und Rippchen und 10 Prozent vegane Speisen würden die Amstettner bei ihm in der Bahnhofsstraße konsumieren. Wichtig seien frische und qualitativ hochwertige Zutaten, erzählt er. Schließlich würden diese Zutaten auch ohne künstliche Zusatzstoffe schmecken – gewürzt wird mit Salz und Pfeffer.

Es sei eine nicht alltägliche Küche, sagt er über seine Grillbar und betont: "Wir sind Slow Food, nicht Fast Food."


Die BEZIRKSBLÄTTER suchen Ihre persönlichen Lieblingsrezepte. Senden Sie Ihr Rezept an amstetten.red@bezirksblaetter.at
Unter den Einsendern werden 1x2 Feinschmeckerpässe verlost. Guten Appetit.
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