08.10.2014, 08:51 Uhr

Gesicht mit Bierkrug verunstaltet

(Foto: Probst)
Als eine „rauschige Auseinandersetzung“ bezeichnete der St. Pöltner Staatsanwalt Patrick Hinterleitner einen folgenschweren Streit, der am 25. Mai dieses Jahres bei einem Fest in Seitenstetten eskalierte. Wegen Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen wurde ein 19-Jähriger nun zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt (nicht rechtskräftig).

Lebenslange Narben

Bereits im Vorfeld des Prozesses übergab der Beschuldigte vorerst 3.000 Euro an seinen Kontrahenten, der durch die großen Narben in seinem Gesicht sein Leben lang an die Auseinandersetzung erinnert werden wird.
Die Narben holte sich der Bursche durch einen wuchtigen Schlag, möglicherweise auch einen Wurf, eines gläsernen Bierkruges ins Gesicht, verpasst von dem 19-Jährigen, den das Opfer zuvor massiv provoziert und mit dem Knie gegen den Kopf getreten hatte.

Alkohol und Aggression

„Das war aber nicht das Maß des Notwendigen“, erklärte Hinterleitner, der beiden Streithähnen empfahl, künftig weniger Alkohol zu konsumieren.
Richter Markus Grünberger sprach vom Mitverschulden des Opfers, das dem Angeklagten zumindest auch eine leichte Verletzung zugefügt habe. Darüber hinaus sei die Aggression eindeutig vom Opfer ausgegangen.
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