22.11.2017, 08:11 Uhr

"Helden des Werkzeugkastens" werden gesucht

Reparieren ist oft noch möglich: Johann Hintersteiner und Markus Walzek mit einer Mikrowelle.

Herrichten statt wegwerfen: Reparatur-Cafés sollen im Bezirk kaputten Geräten neu-es Leben verleihen.

BEZIRK AMSTETTEN. Die Idee: Jeder kann ein kaputtes Gerät vorbeibringen, das von ehrenamtlichen Reparateuren wieder hergerichtet wird. Und das "bei einer lässigen Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen", so Markus Walzek vom Dienstleistungsverband für Umweltschutz und Abgaben (GDA) Amstetten.

Freiwillige sind gefragt

Reparatur-Café nennt sich die Veranstaltung, die über den ganzen Bezirk ausgerollt werden soll. In den einzelnen Gemeinden sollen sich Freiwillige mit handwerklichen Fähigkeiten finden, die im Dienst der guten Sache und der Nachhaltigkeit alte Geräte vor dem Weg ins Altstoffsammelzentrum bewahren.

Gute Aussichten auf Hilfe

Ob kaputte Toaster, alte Radios oder lahmgelegte PCs, ob verlorene Knöpfe an der Jacke oder vergeblich gestopfte Löcher, ob Möbel, Spielzeug oder Instrumente: Vom fachkundigen Techniker über den begabten Handwerker bis zum leidenschaftlichen Schneider, jeder mit Fähigkeiten zum Reparieren ist willkommen.
Die Erfolgsquote bei derartigen Veranstaltungen liegt immerhin bei 50 bis 70 Prozent. "Oft ist es nur eine Schraube, Dichtung oder ein Netzteil", gibt Walzek bekannt.

Die Leute motivieren

"Es ist eine nachhaltige Veranstaltung", erklärt Walzek, sie ist ökonomisch, ökologisch und sozial. "Wir wollen die Leute dabei unterstützen und motivieren, Reparatur-Cafés zu organisieren", sagt er und betont: "Es ist nicht gewerblich." Freiwillige Spenden sind allerdings möglich.

Erstes Café in St. Valentin

In St. Valentin fand kürzlich das erste Reparatur-Café im Bezirk statt.
Rund zwanzig Leute seien gekommen, erzählt Johann Hintersteiner, Umweltgemeinderat in St. Valentin. Die Erfolgsquote bei den Reparaturen war gut, die Atmosphäre angenehm, so Hintersteiner über einen erfolgreichen Start.
"Die Karte wird in den nächsten Wochen und Monaten noch voller werden", hofft Walzek auf viele positive Rückmeldungen auf den Aufruf zur gegenseitigen Hilfe und Müllvermeidung.


Zur Sache:
Gegen freiwillige Spenden reparieren Freiwillige, was zu reparieren möglich ist. In geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen wird alten Geräten wieder Leben eingehaucht und Müll vermieden. Mehr dazu auf: www.gda.gv.at
Wer ein Reparatur-Café veranstalten möchte, den unterstützt die Klima- und Energiemodellregion Amstetten des GDA. Infos und Kontakt: 07475 / 53 340 210, kem@gda.gv.at
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