27.09.2016, 09:26 Uhr

Kornkreise und Eisenbahnerkrawatten: Amstetten "gräbt" kuriosen Fundstücke aus

Franz und Heidi Grissenberger im Kornkreismuseum.

Seltsames und Besonderheiten aus Amstettens Museen ...

BEZIRK AMSTETTEN. Als Franz Grissenberger die Stiegen hinaufsteigt und zur Türklinke greift, bleibt er plötzlich stehen und dreht sich um. Es sei mystisch und geheimnisvoll, verrät er, bevor er die Tür zu den Räumen direkt unter dem Bauernhofdach öffnet. Seit neun Jahren betreiben die beiden Kornkreisforscher Heidi und Franz Grissenberger ein Kornkreismuseum in Kematen. Noch länger sind sie dem Mysterium auf der Spur.

Kornkreise in Kematen

Den Auslöser des Phänomens könnten sie nicht genau nennen, es gebe viele Theorien, erzählen die beiden, die selbst bereits in einem Kornkreis übernachtet haben. Die Kreise wären aber Träger von Botschaften aus nicht wahrnehmbaren Sphären, sind sie sich sicher. Schließlich nehme der Mensch nur einen Bruchteil seiner Umgebung war.

Eine wundersame Reise

Greifbareres gibt es weiter südlich in Ybbsitz, wo Besucher im Eisenbahnmuseum von Herbert Marko auch abseits von Lok und Waggon Eisenbahnerbesonderheiten finden können. Krawatten, alte Dienstuhren oder historische Schilder sind im kleinen Museum zu finden.

Vom Bauernmuseum bei Amstetten und dem Carl-Zeller-Museum in St. Peter/Au über das Militärmuseum in Sonntagberg oder das Schloss Ulmerfeld bis hin zum Römermuseum in Wallsee oder dem 5e-Museum in Waidhofen finden sich allerhand Besonderheiten, Prunkstücke und Kurioses hinter den Museumstüren.

So können Besucher im Drahtesel-Museum in Strengberg Fahrrad-Raritäten bestaunen und Interessierte in der Schatzkammer am Sonntagberg Blicke werfen auf wertvolle Priestergewänder, seltsame Votivgaben und eigenartige Mirakelbücher, in denen wundersame Begegnungen eingetragen wurden.

Doch nicht nur Handfestes finden Besucher in der Museumslandschaft: So werden beispielsweise wundersame Begegnungen der sprichwörtlichen Art aufgeklärt – etwa woher die Redewendungen "den Vogel abgeschossen haben" oder "Dreck am Stecken haben" kommen.

Diese Menschen "brennen"

Museen seien enorm wichtig, erklärt Eisenstraße-Museumssprecherin Eva Zankl. Sie bewahren einen Teil des kulturellen Erbes aus der Region, aus den Orten. Doch es seien nicht bloß die Fundstücke, es seien die Betreiber der kleinen Museen selbst, welche die Geschichten weitertragen, die sammeln, pflegen, erhalten und für ihre Arbeit "brennen", so Zankl.

Prunkstücke und Besonderes hervorzuheben sei schwierig, es gebe Unzähliges. Jedenfalls gebe es eine riesige Museumslandschaft und somit einen gewaltigen Schatz zwischen der Ybbs und der Donau.
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