02.10.2014, 20:27 Uhr

NÖ Tierheimkonzept steht kurz vorm Abschluss

v.l.: Tanja Ginner, Dr. Heinz Heistinger u. LR Maurice Androsch (Foto: Käfer)

Aussendung Büro Landesrat Maurice Androsch:

Aus Anlass des Welttierschutztages am kommenden Samstag, den 4. Oktober, informierten NÖ Tierschutzlandesrat Ing. Maurice Androsch und der Präsident der NÖ Tierärztekammer, Dr. Heinz Heistinger, über aktuelle Entwicklungen im NÖ Tierschutz.

Zunächst verkündete Androsch, dass mit der in zwei Wochen stattfindenden Neubaueröffnung am Dechanthof in Mistelbach das im Jahre 2001 ins Leben gerufene NÖ Tierheimkonzept, welches die Modernisierung der Tierheiminfrastruktur vorsah, kurz vor dem Abschluss stünde. „Durch die Neuerrichtungen konnten in den vier Viertelstierheimen Krems, St. Pölten, Wiener Neustadt und jetzt Mistelbach die verfügbaren Plätze beinahe verdoppelt und auch die Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen deutlich verbessert werden. Insgesamt investierte das Land NÖ dafür Mittel in Höhe von 8,9 Mio. Euro“, so Androsch.

Zum Thema Finanzierung erinnerte Androsch, dass das Land Niederösterreich erst zu Jahresbeginn die Förderung für die Tierheime fast zu 100 Prozent aufgestockt hat und auch eine Valorisierung vereinbart wurde. „Die Erhöhung von 685.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro pro Jahr zeigt auch, welche Bedeutung dem Tierschutz durch das Land beigemessen wird“, unterstrich Androsch. Derzeit sind über 40 MitarbeiterInnen in allen NÖ Tierheimen, dazu zählen auch die Tierheime in Brunn, Bruck/Leitha, Baden und Ternitz, beschäftigt. Jährlich werden dort in Summe rund 1.500 Hunde, 2.000 Katzen und 400 Kleintiere versorgt.

Erfreut zeigte sich Dr. Heistinger über die vor Kurzem getroffene Einigung im Hinblick auf zwei Kooperationen zwischen dem Land NÖ und der NÖ Tierärztekammer. In einer Fördervereinbarung wurde nun eine finanzielle Unterstützung für die Erstversorgung von verletzt aufgefundenen Tieren zugesichert. Künftig erhalten die Tierärztinnen und Tierärzte für die Notversorgung von verletzt aufgefundenen Hunden und Katzen einen Zuschuss in Höhe von 50 Euro pro Einzelfall, um die durch die Behandlung entstandenen Materialkosten abzudecken. „Als deutliches Bekenntnis zum Tierschutz werden die bei den Erstversorgungsmaßnahmen erbrachten Leistungen der Veterinärmediziner weiterhin gratis bleiben“, so Heistinger.

Ein weiteres Projekt sei die Kastration von Streunerkatzen. Sie seien häufig körperlich geschwächt, manchmal krank und meistens schlecht ernährt, erklärte Heistinger: „Um die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen in den Griff zu bekommen und das Leid der Tiere zu beenden, wird das Land NÖ für die veterinärmedizinischen Maßnahmen bis 2015 über 40.000 Euro zur Verfügung stellen.“

Zum Schluss machte Heistinger noch auf die aktuelle Aktion der Österreichischen Tierärztekammer „Augen auf beim Hundekauf“ aufmerksam, die auch von NÖ Tierschutzlandesrat Androsch unterstützt wird. „Der Kauf eines Hundes sollte niemals unüberlegt geschehen. Wer sich ungenügend informiert und in Billigangeboten aus dem Internet ein Schnäppchen sieht, spielt nicht selten den skrupellosen Geschäftemachern in die Hände. Eine entsprechende Vorinformation über den Verkäufer sollte ebenso selbstverständlich sein, wie auch über die artgerechte Haltung von Tieren“, so Heistinger und Androsch.
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