23.10.2017, 11:24 Uhr

So überleben Sie Ihr Smartphone

Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer entrümpelt unnötige Verkehrszeichen. Die Stadt wird so auch "smartphone-sicher". (Foto: Stadt WY)

Augen auf! Zehn Tipps, wie Sie mit Ihrem Handy sicher durch das Mostviertel gelangen.

BEZIRK AMSTETTEN. "Ohne Handy geht bei der Jugend nichts", ist Phillip Handstanger aus St. Peter/Au überzeugt. Am Smartphone führe kein Weg vorbei, man müsse schließlich mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, sind sich Tamara Pechgraber und Laura Grimm aus Greinsfurth einig.

Airbags für Handy-Nutzer

Doch manchmal lohnt sich ein Blick vom Handy auf seine Umgebung, denn Laternenmasten, Schlaglöcher, Autos und Stufen stellen sich, während man im Smartphone-Wisch-Modus unterwegs ist, nur allzu oft in den Weg. So wurde in St. Pölten Niederösterreichs erster Airbag um eine Laterne montiert. Der Hintergrund: Smartphone-Zombies, sogenannte „Smombies", sollen vor schmerzhaften Kollisionen geschützt werden.
Die Aktion des Kuratoriums für Verkehrssicherheit hat einen ernsten Hintergrund: Im Jahr 2016 gab es 1.560 Unfälle mit Fußgängern im Straßenverkehr durch Ablenkung, 16 Personen starben.

Vorsicht beim Bahnhof

Blickt man etwa auf die vergangenen Verkehrsunfallkarten (www.statistik.at/verkehrsunfallkarte) in der Stadt Amstetten, so ist man als Fußgänger besonders beim Bahnhof auf dem Weg ins Parkhaus im Graben und von der Alten Zeile über den Hauptplatz bis zum CCA gefährdet.

Verletzte durch das Handy

Aber auch andernorts sollte man hin und wieder statt aufs Handy nach vorne sehen. „Der Anteil der Fußgänger, die sich abgelenkt im Straßenverkehr bewegen, steigt kontinuierlich“, betont KFV-Expertin Sabine Kaulich. „Mit unserer neuen Verkehrssicherheitsaktion erinnern wir die Bevölkerung deshalb ganz gezielt daran, dass für alle Verkehrsteilnehmer volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr lebenswichtig ist“, so Kaulich. Immerhin ist jeder fünfte Fußgänger in Niederösterreich durch sein Mobiltelefon abgelenkt.

Das Handy ins Klo

Doch auch wenn man das Handy beiseite legt oder wegsteckt, sollte man vorsichtig sein. "Es ist mir mal von der Hosentasche, als ich es hinten eingesteckt habe, ins Klo gefallen", lacht Bianca Grossteiner aus Allhartsberg. "In ein öffentliches", fügt sie hinzu.

Tipps des Kuratoriums für Verkehrssicherheit:


1. Konzentration beim Queren von Straßen.
2. Stoppen, vom Handy aufsehen, schauen, gehen.
3. Straßen nicht diagonal queren.
4. Nutzen Sie den Zebrastreifen.
5. Nicht auf das Vorrecht am Schutzweg verlassen.
6. Stopp- und Aufmerksamkeitspunkte schaffen (etwa Gehsteigkanten)
7. Bewusst auf Geräusche achten.
8. Beim Tippen und Lesen stehen bleiben.
9. Blickkontakt zum Fahrer eines nahenden Autos aufbauen. Auch die Fahrer könnten abgelenkt sein.
10. Geduld ist nicht nur eine Tugend – sie ist Selbstschutz.
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