22.05.2017, 10:25 Uhr

Warum es in dieser Pfarre jetzt richtig laut wird

Der aktive Sport-Kaplan Roman Stadelmann. (Foto: Zarl)

Wie ein Sport-Kaplan und eine Baustelle die Pfarrgemeinde von Herz Jesu in Amstetten auf Trab halten.

STADT AMSTETTEN. "Mit Sport und einem Gebet hat man eine Hilfe, um das Leben mitzuformen", spricht Roman Stadelmann aus Erfahrung. Schließlich feiert der legendäre "Sport-Kaplan" der Pfarre Amstetten Herz Jesu in wenigen Tagen seinen 90. Geburtstag.

Für Leib und Seele

"Sport ist für den jungen Menschen wertvoll für Leib und Seele", sagt der Salesianer-Priester und so trainiert er etwa die Ministranten der Pfarre, kickt, soweit es mit 90 Jahren noch geht, mit ihnen und organisiert Spiele gegen andere Pfarren. Aber auch beim Tischtennis – seinem Lieblingssport – oder beim Basketball ist er anzutreffen.
"Er ist ein Seelsorger durch und durch", heißt es aus der Pfarre über Stadelmann, der auch noch als Krankenhausseelsorger aktiv ist.

Es wird laut werden

Doch nicht nur aufgrund des 90. Geburtstags wird es in nächster Zeit laut um den Sport-Kaplan. Denn direkt neben der Kirche und dem Don-Bosco-Heim entstehen nun 15 barrierefreie Wohnungen.

Die Lage macht es aus

„Die Lage neben der Pfarrkirche Herz Jesu und im Ortskern von Amstetten ermöglicht selbstständige Mobilität und Unternehmungen", sagt Pater Otto Ledermüller über die Wohnmöglichkeiten für ältere Mitbrüder in gemeinschaftlicher Betreuung. "In Gehweite befinden sich Ärzte, Geschäfte und kulturelle Angebote. Der Bahnhof und das Krankenhaus sind schnell erreichbar", so der Pater.

Ein eigener Lebensrhythmus

„Es wird zwar eine eigene Gemeinschaft mit eigenem Lebensrhythmus unter Rücksichtnahme auf die alten Mitbrüder gebildet, aber es gibt Überschneidungen und Synergien zur aktiven eigenständigen Gemeinschaft in Herz Jesu", erklärt Ledermüller. "Ältere Priester können auch einzelne Dienste in der Pfarre anbieten, soweit es ihre Kräfte zulassen“, sagt er.

Fertigstellung im Frühjahr

Nach Fertigstellung im Frühjahr 2018 werden voraussichtlich sechs Mitbrüder der Salesianer in ihre neuen Wohnungen einziehen. Ältere Priester anderer Orden sind ebenfalls eingeladen, hier zu wohnen. Willkommen sind aber auch Personen, die eine engere Anbindung an eine geistliche Gemeinschaft wünschen oder auch Interessierte aus dem Kreis der Don-Bosco-Familie.

Es könnte laut bleiben

„Die künftigen Bewohner sollten sich über Spiel und Kinderlachen vor ihren Fenstern freuen", sagt Pater Ledermüller. Denn in einem Salesianerhaus gibt es immer auch Raum für junge Menschen. Darum wird der schon bestehende Sportplatz für viele Aktivitäten in einer etwas verkleinerten Version neu gestaltet.
Allerdings nicht nur für junge Menschen, schließlich gibt es da ja auch noch den Sport-Kaplan Roman Stadelmann.
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