29.08.2016, 12:22 Uhr

Facebook-Check: So "online" sind Amstettens Bürgermeister

Ferienprogramm, Gratulationen, Baustelleninfos oder Veranstaltungsfotos: Johannes Pressl informiert per Facebook Ardagger. (Foto: Facebook)

"Gefällt mir": Der große Facebook-Freundschaftstest der Gemeindechefs aus dem Bezirk.

BEZIRK AMSTETTEN. "Herrliche Stimmung schon bei der Anreise nach Zilina", lautet das letzte Facebook-Posting von Winklarns Bürgermeister Gernot Lechner. Das beigefügte Video zeigt den Rapidler auf der Zugreise zum Fußballmatch.
Während Johannes Pressl Fotos vom Kollmitzberger Treffen teilt, hat Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner kürzlich ihr Titelbild aktualisiert – ein Landschaftsfoto.

"Ich wünsche allen, die dort sind, ein feines Frequency-Wochenende", schreibt der Haager Lukas Michlmayr, und von einem Grillfest berichtet Johannes Heuras aus St. Peter/Au. "on the road again", war Waidhofens Ortschef Werner Krammer, leider war das "Wetter suboptimal".

Facebook: 19 aus 35

19 der 35 Bürgermeister des Bezirks (einschließlich Waidhofen) sind auf Facebook – manche sogar mehrfach. So finden sich drei Profile mit Oed-Öhlings Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer. Mit "Michaela Hinterholzer", "Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer" und "Moststraße Obfrau-Hinterholzer" erreicht sie im Bezirk ungeschlagene 7.281 Personen.

Der aktivste Nutzer im Bezirk

Doch der aktivste Facebook-Nutzer unter den Bürgermeistern kommt aus Ardagger. Fotos, Videos oder seine Wordpress-Beiträge teilt Johannes Pressl (2.880 Facebook-Freunde) und hält seine Gemeinde online auf dem Laufenden. Von den Ortsteilen Kollmitzberg bis Stephanshart ist wohl kaum ein anderer Gemeindebürger im Bezirk so gut informiert wie jene in Ardagger.

"Ein umfangreicher Onlineauftritt ist sehr wichtig für Politiker", sagt Pressl. Von Kinderbetreuung über Projekte und Veranstaltungen – die Menschen wollen informiert sein, ist er überzeugt: "Da ist halt auch mal ein Chronikbericht dabei und auch mal ein bissl was Persönliches."

Infos rasch transportieren

Facebook sei wichtig, um Informationen zu transportieren, man könne rasch Informationen unter die Leute bringen, erklärt auch Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner (1.924 Facebook-Freunde). Es sei eine "sinnvolle Ergänzung", meint sie, obwohl ein persönliches Gespräch und eine Diskussion "Auge in Auge" immer besser sei. Was "privat" preisgegeben wird, müsse man immer selbst abschätzen.

So wissen Facebook-Freunde der Bürgermeisterin etwa über ihre Liebe zu Hunden genauso Bescheid wie Freunde von Winklarns Bürgermeister Gernot Lechner über seine zu Rapid.
"Es gibt für Politiker dort Probleme, wo sie ihre eigene Grenze zwischen 'privat' und 'öffentlich' nicht klar gezogen haben", meint etwa Pressl.

Das Ende wieder "offline"

"Ich war auf Facebook", erzählt Helmut Schagerl, Bürgermeister in St. Georgen/Reith. Als die Ybbstalbahn zugunsten eines neuen Radwegs verschwand, für den auch er eintrat, sei er online beschimpft worden, man hätte ihn sogar gedroht, berichtet Schagerl. Daraufhin hat er sich abgemeldet. "Ich bin geheilt von Facebook", sagt er, "ich habe Schluss gemacht."


Meiste Freunde:
1. M. Hinterholzer (7.281, drei Profile), 2. L. Michlmayr (4.675), 3. J. Pressl (2.880), 4. U. Puchebner (1.924), 5. G. Lechner (1.807).
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