29.09.2014, 20:03 Uhr

Herbstfest im Zeichen des Friedens

Dr. Christine Haiden im Gespräch mit Anna Rosenberger und Michael Wagner
Seitenstetten: Bildungshaus St. Benedikt |

AUFTAKT / Das Bildungshaus St. Benedikt eröffnete das neue Arbeitsjahr traditionell mit dem Herbstfest, diesmal mit Vortrag und Ausstellung zum Thema „Frieden“.

SEITENSTETTEN / „Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“ Mit diesem tiefsinnigen Ausspruch von Berta von Suttner eröffneten die Bildungshausleiter Lucia und Johannes Deinhofer das Herbstfest am 28. September, womit das Motto festgelegt war: Anlässlich des 100. Todestages dieser Galionsfigur der Friedensbewegung zeigt das Bildungshaus bis 31. Oktober die Ausstellung des Außenministeriums „Ein Leben für den Frieden“. Höhepunkt dieses Nachmittags aber war der Festvortrag von Christine Haiden über Bertha von Suttner, deren Leben und Buch „Die Waffen nieder“ die Chefredakteurin von „Welt der Frau“ detailliert und verständlich dem interessierten Publikum präsentierte. An der Pforte einer neuen Zeit war für Suttner - von der öffentlichen Meinung missachtet – diese Friedensbotschaft nur schwer zu transportieren. Ihre Hoffnung auf den Sieg der Vernunft ist leider angesichts des Ausbruchs des 1. Weltkrieges nicht eingetreten. Und das internationale Völkerrecht lässt bis heute zu wünschen übrig, „dabei ist Krieg das Unsinnigste auf unserer Welt!“, wie Christine Haiden ihren Friedensappell formulierte. Andreas Weiss stimmte seine Musikstücke am Saxofon gekonnt auf die Thematik ab.
Die 7. Klasse des Seitenstettner Stiftsgymnasiums sowie die 2. Klasse des Aufbaulehrgangs der Fachschule Amstetten bereichern die Ausstellung mit ihren Projektbeiträgen.
Am 10. Oktober wird auch noch zu einem szenischen Abend in den Theatersaal des Stiftes geladen; am Programm steht um 19.30 Uhr das Stück „Feuerseele“, dargeboten von Maxi Blaha.
Suttners Ideen und das Engagement der damaligen Friedensbewegung haben mit dem Friedensprojekt „Europäische Union“ freilich erst den späten Versuch einer Weiterführung gefunden.

Erwähnung darf auch noch finden, dass im Arbeitsjahr 2013 vom Bildungszentrum St. Benedikt 550 hauseigene Kurse angeboten sowie 200 Gastkurse durchgeführt werden konnten. Von 17.700 Teilnehmern wurde in 36.000 Teilnehmerstunden das hochwertige Angebot genutzt.
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