15.10.2014, 09:28 Uhr

Landesrätin Petra Bohuslav: "Bis die tägliche Turnstunde kommt brauchen wir ,Plan B'“

v.l.n.R.: LH Mag. Dr. Peter Kaiser (Kärnten), Landesrätin Dr.in Petra Bohuslav (Niederösterreich), Landesrat Dr. Michael Strugl (OÖ), Landesrätin Mag.a Martina Berthold (Salzburg), LHStv. Josef Geisler (Tirol) (Foto: Land OÖ/Linschinger)

Konferenz der LandessportreferentInnen in St. Wolfgang in Oberösterreich

Die LandessportreferentInnenkonferenz in St. Wolfgang in Oberösterreich hatte auch diesmal einige brisante Themen zu bieten. Vor allem die Causa „Tägliche Turnstunde“, welche Niederösterreich nicht erst seit den Olympischen Sommerspielen 2012 fordert, stand ganz oben auf der Tagesordnung.

Die Einführung der täglichen Turnstunde steht wieder im aktuellen Regierungsprogramm, war und ist aber vor allem aus Kostengründen nicht umsetzbar. Auch die von der Unterrichtsministerin angestrebte Umsetzung in den Ganztagsschulen greift in Niederösterreich viel zu wenig, weil diese nur 10% der Schülerinnen und Schüler betrifft. „Wenn schon in absehbarer Zeit die tägliche Turnstunde nicht flächendeckend umgesetzt werden kann, müssen nun zumindest rasch Rahmenbedingungen festgelegt werden, um Bewegungsaufgaben von mindestens 60 Minuten pro Tag im Regelunterricht zu integrieren“, fordert deshalb Niederösterreichs Sportlandesrätin Dr.in Petra Bohuslav einen Plan B zu mehr Sport und Bewegung für Österreichs Schülerinnen und Schüler. „Mit der vom SPORT.LAND.Niederösterreich und UNIQA unterstützten DVD „Vital4Brain“ von Werner Schwarz, welche 150 Bewegungsaufgaben beinhaltet und bereits im Jahr 2013 an alle niederösterreichischen Volksschulen versandt wurde, gibt es auch bereits vielversprechende Lösungsansätze für mehr Sport und Bewegung in Österreichs Schulen“, so Bohuslav weiter.

Auch das Thema „Sportstätten“ stand in St. Wolfgang auf der Agenda. Ende des Jahres soll seitens des Sportministeriums nun endlich der ersehnte digitale Sportstättenplan präsentiert werden. Dieser soll rund 1.500 Sportstätten umfassen, welche in einer Datenbank erfasst sind und auch grafisch in einer Webapplikation dargestellt werden. Dadurch soll vor allem eine Steigerung der Effizienz und der Steuerbarkeit von Sportinfrastrukturprojekten bewirkt werden. Sportlandesrätin Bohuslav betonte auch die Bedeutung des digitalen Sportstättenplans für das SPORT.LAND.Niederösterreich: „Wir stecken viel Geld und Energie in die Instandhaltung und Modernisierung unserer Sportstätten, deshalb ist es uns wichtig, dass diese auch effizient und im Sinne der Sportlerinnen und Sportler genutzt und weiterentwickelt werden. Mithilfe des digitalen Sportstättenplans soll dies nun noch besser gewährleistet sein und neue Sportinfrastrukturinvestitionen sinnvoll geplant werden.“
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Konferenz war die Gleichstellung von Frauen und Männern bei Veranstaltungserfolgsprämien. Ziel ist es hier, eine Sensibilisierung von Veranstalterinnen und Veranstaltern zu erreichen, um geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten langfristig abzubauen.
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