28.11.2017, 07:41 Uhr

ÖVP-Rennen um den Landtag im Bezirk Amstetten

(Foto: Linwol)

Gleich mehrere ÖVP-Kandidaten aus dem Bezirk haben die Chance auf einen Sitz im Landtag.

BEZIRK AMSTETTEN. Die ÖVP präsentierte die Bezirks-Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl am 28. Jänner 2018. 15 Personen wurden vom Wahlkonvent einstimmig nominiert, wobei für alle 15 Nominierten keine fixe Reihung gilt.
Wer die meisten Vorzugsstimmen erhält, wird auch in den Landtag einziehen, betont die Volkspartei.

Kampf um Vorzugsstimmen

Derzeit ist die ÖVP mit zwei Grundmandaten und den Abgeordneten Michaela Hinterholzer, Bürgermeisterin in Oed-Öhling, und Anton Kasser, Bürgermeister in Allhartsberg, für den Bezirk im Landtag vertreten. Beide stehen auch wieder zur Wahl. Weitere Grundmandate – insgesamt wären vier im Bezirk möglich, eines davon hält die SPÖ – sind aufgrund der dafür notwendigen Stimmen voraussichtlich nicht zu erklimmen.

Konkurrenz in eigenen Reihen

Doch eine Wiederwahl der beiden Abgeordneten ist noch keinesfalls fix, schließlich gibt es starke Konkurrenz in den eigenen Reihen mit Bundesrat Andreas Pum aus St. Valentin, Bürgermeister Werner Krammer aus Waidhofen und Bürgermeister Lukas Michlmayr aus Haag. Alle fünf haben Chancen auf ein Mandat. Das Rennen um die Vorzugsstimmen ist damit in der ÖVP eröffnet.

Kaiserin und Herausforderer

Zuversichtlich kann Michaela Hinterholzer in den Wahlkampf gehen, schließlich ist sie mit 7.475 Vorzugsstimmen bei der letzten Wahl die Vorzugsstimmen-Kaiserin im Bezirk. Ein derartiges Ergebnis bedürfe eines hohen Maßes an Vertrauen, sagt Hinterholzer, die aber betont: "Die Karten werden neu gemischt." Es wird "sehr herausfordernd" für alle Kandidaten.

Es geht um Persönlichkeiten

4.349 Vorzugsstimmen konnte Bundesrat Andreas Pum bei der letzten Landtagswahl auf sich vereinen. Er lag damit nur knapp hinter Anton Kasser (4.596). "Ich schätze meine Chancen gut ein", sagt Pum schließlich gehe es um geleistete Arbeit und um Persönlichkeiten, die das VP-Vorzugsstimmensystem begünstige. "In Wirklichkeit starten wir alle auf derselben Linie", so Pum.

Wunsch nach Veränderung

"Ich rechne mir gute Chancen aus, sonst würde ich nicht kandidieren", sagt Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr. "In der Bevölkerung gibt es den Wunsch nach Veränderung und nach neuen Köpfen und Ideen", ist er überzeugt.
Mit dem Wiedereinzug in den Landtag rechnet auch Allhartsbergs Ortschef Anton Kasser. "Die Kandidaten aus den eigenen Reihen sind natürlich sehr gut und in ihrem Umfeld am stärksten", so Kasser. Das Vorzugsstimmensystem sei jedenfalls "äußerst herausfordernd". Dieses Modell "macht es möglich, vor den abstrakten Parteiorganisationen die Menschen zu sehen", erklärt Herausforderer Werner Krammer, der sich als Teil "eines breiten Angebots der ÖVP" sieht und "frischen Wind" mitbringen möchte. "Die Wahl im Jänner wird ein klares Ergebnis bringen", so Krammer.
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