25.01.2012, 04:30 Uhr

Radler sollen das Tal beleben

Verbandssprecher Ploderer (VP) und Stellvertreter Schagerl (SP) wollen das Projekt abseits politischer Querelen vorantreiben. (Foto: Lehensteiner)
Konzeptstudie für Ybbstalradweg wurde in Lunz präsentiert.

YBBSTAL. (AL, AK) Durch sieben Ybbstalgemeinden soll die 49 Kilometer lange Route entlang der aufgelassenen Bahntrasse verlaufen. Sechs der Gemeinden schlossen sich deshalb zum „Gemeindeverband Ybbstalradweg“ zusammen. Dieser soll die Bahnstrecke von der NÖVOG übernehmen. Lediglich Hollenstein sprach sich gegen einen Beitritt aus.
Vergangene Woche wurde nun eine aktuelle Konzeptstudie zur Errichtung des Ybbstalradweges präsentiert. Experten aus dem Bauwesen, dem Tourismus und dem Verband präsentierten ihre Ergebnisse und wiesen auf die Bedeutung für die Region hin. „Ich sehe das als tolle Chance für die Region, nicht nur für den Tourismus, sondern auch für die eigene Bevölkerung“, ist Verbandssprecher und Bürgermeister von Lunz/See, Martin Ploderer, vom Vorhaben überzeugt.
Auch die Finanzierungsverhandlungen mit dem Land Niederösterreich seien bereits abgeklärt. Grünes Licht für zehn Millionen Euro gäbe es unter der Voraussetzung, den Radweg durchgehend umsetzen zu können. Dazu ist aber die Zustimmung Hollensteins erforderlich.
Man werde sich das Tourismuskonzept genau anschauen und es möglicherweise in der Gemeinderatssitzung am 21. März zur Abstimmung bringen, so Hollensteins Bürgermeister Franz Gratzer.
Hollensteins VP ließ vergangene Woche mit dem Vorschlag aufhorchen, einen unabhängigen Radwegverein zur Umsetzung gründen zu wollen, sollte die Gemeinde nicht mitziehen. Eine derartige Lösung hält Gratzer für „Schwachsinn“. Ploderer ist aber zuversichtlich: „Der Radweg von Lunz nach Waidhofen kommt.“

Zur SACHE
Fahrplan für Ybbstalradweg:
- Umwidmung der Bahntrasse
- Bauverfahren mit den Bezirksbehörden Amstetten, Waidhofen und Scheibbs
- Einreichung des Projekts in drei Monaten
- Teilabbau der Gleise zwischen Opponitz und Göstling
- Beginn der Bauarbeiten im Herbst 2012
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