03.10.2017, 09:17 Uhr

Wie Haag für volle Schaufenster sorgt

Hoher Besuch beim Spatenstich für das neue Bezirksgericht.

Leerflächenmanagement: Wie die Haager leeren Schaufenstern im Stadtkern entgegenwirken.

HAAG. "Die Ausschreibungen laufen und die Vergaben werden im Oktober im Gemeinderat beschlossen, danach können wir sofort mit den Umbauarbeiten beginnen", erklärt Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr beim symbolischen Spatenstich für die Erneuerungen rund um das Haager Bezirksgericht, zu dem sich auch Vizekanzler Wolfgang Brandstetter und Innenminister Wolfgang Sobotka einfanden. Das zuvor als Amstettner Nebenstelle geführte Gericht wurde mit September wieder eigenständig.

Das "7er-Haus" für Haag

Das neue "7er-Haus" wird künftig neben Justiz auch die Polizei beherbergen, darüber hinaus wird eine Tagesbetreuungseinrichtung für Kinder im Alter von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren errichtet sowie die BH-Außenstelle des Jugendamtes erweitert.

Die Bücherei übersiedelt

Drohte vor Kurzem noch ein leerstehendes Gerichtsgebäude, entsteht hier nun eine neue zentrale Anlaufstelle für die Haager.
Mit einem weiteren positiven Nebeneffekt: Denn die dort befindliche Bücherei wird aus künftigem Platzmangel in ein nur wenige Meter entferntes ehemaliges Teppichgeschäft übersiedeln und erfüllt so derzeit ungenutzte Geschäftsflächen mit neuem Leben.

Neue Caritas Sozialstation

Um Leerstände zu beseitigen, "muss man immer dran sein", sagt der Bürgermeister und erzählt vom "Kontakteknüpfen" und seiner Funktion als "Drehscheibe" zwischen potenziellen Mietern und Vermietern. Rund ein Dutzend leer stehende Geschäftsflächen gibt es derzeit im Stadtkern. Durch ein aktives Leerflächenmanagement ist die Zahl sinkend – so etwa auch in der Wiener Straße 1.
Wo zuvor die Volksbank eine Filiale betrieb, wird nun die Caritas mit Sozialstation für "Betreuen und Pflegen zu Hause" eine neue Heimat finden. Anfang nächsten Jahres soll die offizielle Eröffnung stattfinden.

Eine gute Lage im Kern

„Wir haben uns entschieden, die Sozialstation im Gemeindegebiet zu vergrößern, da wir in den letzten Jahren stark gewachsen sind. Unsere Ziele waren, mehr Platz zum Arbeiten zu haben, aber auch die Möglichkeit zu nutzen, das Büro in einer sichtbaren Lage in der Nähe des Zentrums zu positionieren,“ erklärt Markus Lurger, Regionalleiter von Caritas Mostviertel West. Über 100 Kunden werden künftig von hier aus in den Gemeinden Haag, Wolfsbach und Weistrach von 21 Mitarbeitern betreut.
Es wird nicht der letzte Leerstand sein, der in Haag gefüllt wurde, denn inzwischen fand sich auch ein Interessent für die alte Post.
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